fletcher's Blog

Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt

Einen schönen Sonntag, Herr Hahne

Ach Peter Hahne, was sind Sie doch ein Heuchler! Sie schreiben – “Forscher und Facharbeiter, Ärzte und Handwerker ziehen zu Zehntausenden weg, weil die Schweiz, die USA oder Skandinavien bessere Bedingungen bieten” – “Was läuft falsch bei uns, dass laut Allensbach-Umfrage jeder Fünfte am liebsten „Good Old Germany“ den Rücken kehren möchte?”

Ja, was läuft falsch bei uns? Wollen Sie das wirklich ernsthaft wissen? Ich sage Ihnen, es ist hoffnungslos. Ihnen, Herr Hahne, Wissen zu vermitteln ist in etwa so erfolgreich, wie Herrn Ackermann Demut abzuverlangen. Man sagt immer: “Alter schützt vor Torheit nicht”; aber, daß das Alter bei Ihnen, denn Sie sind ja auch nicht mehr der Jüngste, Dummheit derart ausweitet, habe ich selten gesehen. Obwohl, selten ist ja auch relativ. Sie, als studierter Theologe, dürften doch zumindest die zehn Gebote einmal kennengelernt haben. Was ist Ihnen daraus noch in Erinnerung? Was ist Ihnen denn überhaupt ein Mensch wert?

Mißt sich der Wert eines Menschen an seiner Ausbildung und seinem Status oder mißt sich der Wert eines Menschen an seinem sozialen Verhalten, an seinem humanen Umgang mit seinen Mitmenschen?

[...]„Es besteht die Gefahr, dass die Tüchtigen Deutschland verlassen, während die Chancenlosen bleiben, weil es nirgendwo ein vergleichbares Sozialsystem gibt.“[...]

Gibt es zu diesem Satz noch etwas zu sagen? Ja! Menschenverachtung pur!

Die Chancenlosen müssen bleiben, weil sie nie die Möglichkeit haben werden, dieses verachtenswerte “Sozialsystem” zu verlassen. Sie müssen Verachtung, Hetze, Überheblichkeit, Fordern und Fördern, Gnadenbrot und Unfreiheit ertragen. Sie müssen solche Menschen wie Sie ertragen. Finden Sie das gerecht? Finden Sie es als gerecht, wenn ich als freier Mensch in diesem Lande aufgewachsen bin, daß ich jetzt diesem Lande meine Unfreiheit danken soll? War ich – und waren alle die Chancenlosen – immer nur Nutznießer dieses Systems oder haben wir auch unseren Teil dazu beigetragen, daß die heute Tüchtigen zu dem geworden sind was sie sind?

Wollen Sie, Herr Hahne, daß die heute Tüchtigen auch zu Chancenlosen werden, daß sie sich auch in diesem wunderbaren Sozialsystem einrichten?

[...] sollte bedenken: Er verdankt Kindheit und Jugend, Bildung und Ausbildung genau diesem „System“ und jenen Steuerzahlern, die anscheinend zu dumm waren, rechtzeitig abzuhauen. Jeder der 2009 in die Schweiz gewechselten 3100 Ärzte hat die deutschen Sozialkassen und den öffentlichen Haushalt rund eine Million Euro gekostet [...]

Welch eine Arroganz, welch ein Zynismus! Was kosten uns unfähige Politiker, gierige Banker, Sinn(lose) Professoren, die sich nur dem Mammon andienen, für die Menschen nur einen Wert haben, der sich als Rendite definiert? Um in der Gesellschaft ganz oben zu sein, muß man wohl in seelischen Abgründen seine Heimat haben.

[...]“Besonders dreist finde ich es, wenn Rentner hochmütig über Deutschland jammern und sich im warmen Süden ein schönes Leben machen, um reumütig zurückzukommen, wenn sie unsere Hochleistungsmedizin oder unser Pflegesystem brauchen”[...] – diese senilen, altersschwachen Gestalten – was bilden die sich nur ein? Reicht es nicht, daß sie ein Leben lang für ihr Land gebuckelt haben? Sollen die jetzt auch noch in Saus und Braus ihr “Altersgeschenk” im Ausland verbraten dürfen, um anschließend ihre selbst bezahlte Pflegeversicherung in Anspruch zu nehmen? Herzschrittmacher und künstliche Hüftgelenke, schei.. Medizin – wenn überhaupt – dann doch nur für deutsche Rentner in Deutschland.

Ach, Herr Hahne. Irgendwo bedauere ich Sie – mehr noch, als ich Sie verabscheue. Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen unsere Zukunft. Seien Sie gewiß, sie wird kommen!

07/02/2010 Verfasst von fletcher2 | Gedanken | | 1 Kommentar

Ende offen…

“Es ist wohl an der Zeit, dem Klima endlich eine eindeutige Richtung zu geben” – so, gut unterichtete GKreise um Al Gore, IPCC und Merkel. Der erste Jahrhundertwinter des neuen Jahrtausends ist so garnicht im Sinne der verordneten Klimaerwärmung. Weil der Nordpol und das bischen drumherum schmilzt, müssen sich die Luftmassen über dem nun fast Badewassertemperaturtauglichen Nordmeer zwangsläufig und unumstößlich erwärmen. So jedenfalls lt. Expertenmeinung in der BILD.

Bei solchen Schlagzeilen beschleicht mich immer wieder das Gefühl, ein Opfer meiner eigenen Unzulänglichkeit zu sein. Wieso bin ich nicht darauf gekommen? Wieso sagt mir mein, sonst offensichtlich, tauglicher Verstand nicht solche Wahrheiten? Warme Luftmassen aus dem kapitalistischen Westen, sonst eher die turbulentere Sorte der Winde, können sich gegen die kalten Luftmassen aus dem postkommunistischen Eurasien nicht durchsetzen. Dadurch, und nur dadurch wird es bei uns kälter, schneereicher und wirklich ungemütlich. Vielleicht der Beginn eines umwälzenden Politikums?

Gut, nur meine Theorie; aber…!

1953 war mein Geburtsjahr. Ich kann mich noch gut erinnern – nein, nicht an meine Geburt – aber als Kind und Jugendlicher öfter solche sibirischen Winter erlebt zu haben. Sie gehörten quasi dazu. Genau wie heiße Sommer – alles normal eben. Heute brauchen wir Experten, die uns das Wetter erklären wollen, früher fragten wir Opa. Und der lag selten daneben. Die Zeit ändert sich und Wissen ist heute oft mehr ein Raten als gesicherte Tatsache.


850 zusätzliche Soldaten
nach Afghanistan und vielleicht noch Millionen Euro, um Taliban zu bekehren. Bekehren von was? Bekehren von ihrer Wut gegen ausländische, illegitime Besatzer? Ein Land, ein Volk, das 30 Jahre mal von dem und mal von jemand anderem benutzt wurde und wird, braucht keine Missionare. Es braucht Ruhe und einen Frieden, die/den es sich selbst schafft. Die westliche Welt hat dort nichts verloren – aber wohl viel zu suchen – vor allem Rohstoffhandelswege. Und wenn man schon mal da ist, ist man auch schnell im Iran. Diesem Schurkenstaat gehört endlich unser Wille aufgezwungen. Israel, die USA und Merkel wollen das so.

Ahmadinedschad ist kein Demokrat, genauso wenig wie Netanjahu, Obama oder Merkel. Er hat keine Atomwaffen aber er hat Öl. Öl und eine Lage, die Gold wert sind. Sollen dort wieder Menschen sterben, um rücksichtslos Geld zu scheffeln? Die drei oben genannten ?Guten? sollen erst einmal lernen, die Menschen in ihren Ländern zu achten und halbwegs Rechte zu schaffen, die allen zugute kommen. In Israel regiert die Überheblichkeit, in den USA die Gier und in Deutschland die Dummheit. Alles gute Grundlagen, um die Welt mit Gewalt besser? zu machen.

Deutschlands Unterschicht wächst! Als Laienexperte würde ich mal sagen, daß schon 10% bis 12% unserer Landsleute dazu gehören. Eine – besser – nicht zu ignorierende Größe! Ist die Politik, ist die Wirtschaft so realitätsfremd oder von sich überzeugt, daß sie das bewußt geschaffene Elend nicht sehen wollen? Sie müssen doch aus der Geschichte der Menschheit wissen, wo das enden wird. Es ist natürlich nicht jedermanns Sache, sich für Geschichte vom Anbeginn zu interessieren, sich mit frühen Kulturen und Weltreichen zu befassen. Nur, eine gewisse Ahnung sollte bei Staatslenkern doch vorhanden sein.

Wenn diese Damen und Herren der Eliten aber nur die letzten drei Jahrhunderte betrachten, dann dürfte das Wissen des Untergangs von Sklavereiauch unter anderem Namen – doch gegeben sein. Müssen Kriege und Unfreiheit wirklich sein? Ist der Mensch nicht nur doch das schlechtere Tier? Die Geschichte des Geldes, das Zustandekommen von Macht und die Manipulation der Menschen ist eine fast unendliche und überaus lehrreiche Geschichte für den, der lernen will. Hätte der einfache Soldat, der einfache Beamte, der einfache Arbeiter, der einfache Mensch überhaupt den Mut, NEIN zu sagen, dann würde sich die Geschichte wenden. Dann, und NUR dann!

Ich hoffe, daß sich die Blätter der guten Geschichte endlich füllen, damit wir die Blätter der schlechten Geschichte erkennen und ihnen nie mehr eine Zeile hinzufügen müssen.

27/01/2010 Verfasst von fletcher2 | Politik | , , | Noch keine Kommentare

Hatz IV (!)

Ursula von der Leyen, Arbeitslosenministerin, Prof. Wolfgang Franz, Vorsitzender der fünf Wirtschaftswaeisen, Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln und Roland Koch, Großfürst von Hessen – sie alle sind sich einig, daß Hartz-IV reformiert werden muß. Während die eine, Deutschlands Obermutter, bei dem faulen Pack nur genauer hinschauen und vermeintliche Drückeberger stärker sanktionieren will, will der dicke Goldrandbrillenträger aus Berlin kein Geld, sondern – höchstens – Gutscheine lockermachen.

Der steuerfinanzierte grweise Professor hält es wohl für unumgänglich, dem Hartz-Gesocks den überaus üppigen Regelsatz von 359€ auf 251€ zu kürzen, dafür aber großzügigerweise die Zuverdienstgrenzen zu erhöhen – sofern denn der bettelarme Mensch überhaupt einen Job findet. Der designierte Bundesadministrator Roland Koch schießt aber mit seiner Forderung nach einer generellen Arbeitspflicht für den Hartz-Pöbel den Vogel ab. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts nannte man das Reichsarbeitsdienst. Heute wird es wohl “Bundesarbeitsdienst” oder “Ehrenamt für das Gemeinwohl” getauft werden.

Nur, was baut man heute noch? Autobahnen sind genug da, Staudämme haben wir auch ausreichend. Wie wär’s mit Umerziehungslagern, Hartz- und Migrantensiedlungen oder Obdachlosenghettos, städtischen Lebensmittelkartenausgabestellen und großen, palettengerechten Überlebensmittellagerhallen? Man könnte auch große Monumente der Heilsbringer errichten lassen, Denkmäler bauen und Wandgemälde der Eliten rechts und links der Autobahnen und den Hauptstraßen der Städte anbringen. Auch wären große Arenen eine Alternative.

Vielleicht sollte man aber doch lieber kleine, übersichtliche Gehege errichten – so für zwei-, dreitausend Untermenschen. Sie sind leicht zu reinigen, bedürfen nur überschaubarem Wachpersonal und finanzieren sich durch die Eintrittsgelder der elitären Besucher.

Als Krönung eines unwerten Lebens reicht dann eine Natursteinplatte mit Nummer und Datum. Nur wenige werden sich einmal daran erinnern, daß ein Mensch dieser Nummer gehörte.

Freuen wir uns auf die kommenden Monate des Jahres 2010. Unsere Eliten werden noch die ein oder andere Überraschung für uns parat haben.

17/01/2010 Verfasst von fletcher2 | Politik | | 2 Kommentare

Bilanz

Endlich – mein offener Brief an die Profis der ökumenischen Menschlichkeit hat sich voll und ganz gelohnt. Er brachte mir die einzige Gewißheit: “Vergiß diese heuchlerischen, machtgeilen Christenführer – ….. oder probier’s noch einmal!”

Nicht die kleinste Reaktion auf meinen Brief, nicht die geringste zur Kenntnisnahme auf die Erinnerungsmail. Wenn wenigstens der Eingang bestätigt worden wäre – aber nein, nichts. Ich muß ehrlich sagen: Ja, ich hatte was erwartet. Ich hatte sogar mit Einsicht oder zumindest Verstehen gerechnet. Aber nur Schweigen; damit habe ich nicht gerechnet. Schweigen ist ja auch eine Antwort aber dieses Schweigen bringt Sie mir nicht.

Schweigen die Kirchenführer wegen Unwissenheit, weil mein Brief sie nicht erreichte? Schweigen sie aus Desinteresse? Oder schweigen sie gar aus Betroffenheit? Hoffen würde ich auf Letzteres. Vermutlich ist es aber der zweite Grund – oder doch vielleicht der erste!? Vermutlich sind nicht alle Fragen einer Antwort würdig.

Als einer meiner letzten Versuche, werde ich diese Bilanz meiner Bemühungen wieder an die deutschen Vertreter der Katholiken und Protestanten senden. Ich stehe also wieder am Start, darf warten, kann hoffen und werde es wohl wieder versuchen dürfen.

12/01/2010 Verfasst von fletcher2 | Gedanken | | Noch keine Kommentare

Die Bankkarten – (Verschwörung)

Sollten Hardwarezusammenschweißer, Softwareentwickler und möglicherweise gar Prüfingenieure in der Endabnahme wirklich so untalentiert und stümperhaft ihrem Job nachgehen, daß 30 Millionen Chips auf Bankkarten mit dem Jahr 2010 nicht klarkommen? Kann man hier wirklich noch an einen “bedauerlichen Softwarefehler” glauben? Oder werden wir nur – wieder einmal – an die Grenzen unserer Dummheit geführt?

Soweit mir bekannt ist, sind die Daten auf dem Chip und dem Magnetstreifen gespeichert. Wieso funktionieren dann beide Varianten nicht – vielleicht weil die Programmierung des Chips es nicht zuläßt?! Ist der Softwarefehler vielleicht der NOTSTOP eines, in näherer Zukunft erwarteten, Bankenruns? Wenn ja, verlief der Test jedenfalls erfolgreich.

Wenn nein, kann das Qualitätsmanagement und die Qualitätskontrolle dieses Chipherstellers sowie das/die seiner Kunden getrost als verfehlt angesehen werden. Mir leuchtet nicht ein, daß ein millionenfach produzierter Chip in Karten eingebaut wird, ohne daß seine Zuverlässigkeit ausgiebig getestet wurde. Mit den Erfahrungen des Milleniumjahres 2000 müßten Chiphersteller doch bestens gegen solche Datumsfehler, wie hier passiert, gerüstet gewesen sein.

Wissen ist ja bekanntlich begrenzt. Bank- und Regierungswissen wird zusätzlich noch rationiert und nur in kleinen, ungefährlichen Dosen an das gemeine Volk durchgereicht.

Vielleicht ist meine These nur ein Hirngespinst und ich irre mich. Ich will’s mal inbrünstig hoffen.

07/01/2010 Verfasst von fletcher2 | Gedanken | | Noch keine Kommentare

Können dürften wir schon aber Wollen können wir nicht

Jetzt sind elf  Tage vergangen, da ich diesen offenen Brief an unsere Ermahner zur Menschlichkeit geschrieben habe. Die Elitechristen beider Konfessionen haben es noch nicht einmal geschafft, mir (nur) den Eingang dieses offenen Briefes mitzuteilen.

Gut, es lagen Tage harter Glaubensarbeit vor den Christen von Beruf(ung)s wegen. Dennoch habe ich zumindest auf ein kleines Zeichen von “zur Kenntnis genommen” gehofft. Da das Hoffen in der eigenen Verantwortung liegt, darf ich also das negative Resultat meines Hoffens nicht der Kirchenführung anlasten; aber schmerzen tut es doch. Vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig. Vielleicht brauchen einfache Fragen und berechtigte! Anschuldigungen ihre Zeit, um vielleicht, irgendwann zu Antworten zu werden.

Zeit wurde uns von Gott gegeben, die Einteilung dieser Zeit aber liegt bei uns. Wichtiges und unwichtiges, unvermeidbares wie belangloses braucht immer einen Teil unserer geschenkten Zeit. Wenn mein, für mich wichtiges Anliegen, einen Teil Ihrer Zeit – und sei er noch so klein – beansprucht, so sehen Sie diesen Teil als Investition in die Hoffnung eines Menschen. Denn; wenn Sie nichts ändern können oder wollen, so darf ich jedenfalls weiter hoffen mit der Gewißheit, anderen Christen mein Anliegen kundgetan zu haben.

Für die kommende Zeit wünsche ich Ihnen, Frau Dr. Käßmann und Ihnen, Herr Dr. Zollitsch , sowie allen Menschen immer eine kleine, nicht verplante Zeiteinheit zum Innehalten und zum Verstehen, vielleicht sogar zum Verschenken – von und für sich selbst und von und für andere.

31/12/2009 Verfasst von fletcher2 | Gedanken | | Noch keine Kommentare

Yes, We can

Offener Brief

Liebe katholische und evangelische Christenführer in Deutschland – Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann – und weltweit.
Liebe evangelische und katholische Christen in Deutschland – und weltweit.

Was mich veranlaßt, diesen offenen Brief an Sie  und Sie Alle zu schreiben, ist folgendes:
Seit Jahrzehnten ist weltweit zu beobachten, daß der Zusammenhalt der Menschen, das Verständnis, das Zueinander, abnimmt. Ehemals fundamentale Werte menschlichen Miteinanders verlieren immer mehr und immer schneller an Bedeutung. Und nicht nur das; sie werden mit einer ungeheuren Kraft und Ausdauer zerredet, als veraltet dargestellt und durch neue “Werte” ersetzt.

Diese alten Werte, von denen ich hier rede, sind aber das Grundgerüst, das Fundament eines friedlichen und menschenwürdigen Lebens aller Menschen. Wir sind alle verwoben in der Familie und der Gesellschaft. Niemand wird sich auf Dauer und ganz von seinem Umfeld lösen können.

Betrachten wir aber mal die heutige Familie in der Industriegesellschaft. In den meisten Fällen müssen beide Eltern arbeiten, um ein relativ sorgenfreies Leben für sich und ihre Kinder zu erreichen. In sehr großen Teilen der Bevölkerung ist dies die einzige Alternative. Andere Familien können sich nur einen Verdiener leisten und müssen oftmals staatliche Unterstützung zusätzlich beziehen. Anders ist ihr Überleben nicht gesichert. Wiederum andere Eltern(teile) und Alleinerziehende können nicht arbeiten, weil a) keine Arbeitsplätze da sind und/oder b) keine Möglichkeiten bestehen, Kinder (angemessen) zu betreuen. Diese Menschen sind dann ganz und gar auf staatliche Unterstützung angewiesen und müssen die – allseits bekannten – Repressionen über sich ergehen lassen. “Fördern und Fordern”, “Sozial ist, was Arbeit schafft”; nur zwei menschenverachtende Slogans heutiger Politik. Die Umsetzung dieser Slogans mittels unserer Regierung ist Zynismus in Reinkultur. Sie beschleunigt den physischen und psychischen Verfall ganzer Bevölkerungsteile enorm.

Wo bleiben Sie, liebe Kirchenführer, wo ist Ihr Aufschrei gegen dieses menschenverachtende Treiben unserer Politiker, unserer großen Konzernlenker und unserer großen Geldabzocker? Haben Sie etwa Angst um Ihre staatlich eingezogenen Zwangszuwendungen, sprich Kirchensteuer? Denken und handeln Sie mittlerweile genauso wie diese Menschenverachter? Sind Ihnen die Schicksale Ihrer Anhänger oder etwa gar aller  Menschen egal? Sie hätten die Möglichkeiten und das Potential, wenigsten Änderungen zum Besseren zu versuchen. Sie hätten die Öffentlichkeit, die es braucht, um diese Mißstände Allen aufzuzeigen.

Was würde wohl Jesus Christus zu Ihrem Verhalten sagen und was sagt Ihnen Ihr Gewissen? Alles Bestens? Wohl kaum! Veränderung muß man wollen – und Veränderung zum Besseren muß man durchsetzen. Alles Andere ist nur heiße Luft, ist rhetorische Psychopharmaka fürs Volk. Daß Sie untätig sind; den drei Affen gleich – nichts sehen, nichts hören, nichts sagen – wissen Sie. Wie lange wollen Sie noch warten? Wieviele Menschen müssen noch solch ein unwürdiges Leben leben? Was ist schon die Bezeichnung “Christ”? Nur Schall und Rauch – bis auf ganz wenige Ausnahmen! Kirchen, ob katholisch oder evangelisch, wollen verdienen, wollen ihre Macht ausbauen, zumindest aber sichern. Nichts weiter! Soziales Engagement ist nur das Schafsfell über dem Wolfskörper. Aber das ist ja nichts Neues! Kirchen waren schon immer politisch und machtbesessen! Ändern Sie sich und ändern Sie endlich Ihre Einstellung gegenüber den Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Finanzen – zum Wohl derer, die nur “leben” wollen.

Das ist mein Appell, nicht nur an Sie, die Führer der Kirchen, sondern an alle Menschen die sich als Christ bezeichnen. Jeder – soll zumindest nach seinen Möglichkeiten – versuchen, so zu leben und zu handeln, daß das Wort “Christ” nicht nur ein Wort bleibt. Und diese Lebensweise ist religionsunabhängig – sie ist allein jedem einzelnen Menschen geschuldet.

Ein sehr mächtiger Mann hat einmal gesagt: “Yes, We can!” Diese Möglichkeit haben wir alle. Nutzen wir sie – und handeln danach!

20/12/2009 Verfasst von fletcher2 | Gedanken | | Noch keine Kommentare

Eure Herren seid Ihr selbst

Was wollet Ihr denn, Ihr kleinen Geister? Gehabt Euch nicht um andrer Leute Sorgen. Lasset die Leute schuften; um Lohn, um Freud, um Ander ihr Plaisir. Was ist schon Geld? Man hat, weil man hat. Merket Euch: Geld macht nicht satt, Geld heilt keine Wunden, Geld treibet kein Auto an und Geld gibt niemals Frieden.

Eine Ration zum Wohnen, eine Ration zum Heizen und eine Ration, um den Magen zu beschäftigen – mehr braucht der einfache Mensch nicht. Er braucht keine Bildung und keine Bücher. Belesen sein, heißt Verantwortung tragen. Gebildet sein, heißt Menschen zu leiten, für sie zu denken und für sie zu sorgen.

Man solle immer Mensch bleiben – sagten schon die alten Weisen. Je einfacher das Gemüt, desto zufriedener der Körper. Seied den Oberen nicht gram, um ihrer Sorge zu Euch. Sie geben Euch was Ihr brauchet und sie nehmen Euch, was Euch belastet. Seied dankbar Eurem Herrn, denn er allein muß Sorge tragen um Euer Wohl. Er gebet Euch Arbeit und Brot und Obdach, er kleidet Euch und macht Euch frei. Kein Mammon soll Euch fesseln, keine Palastmauern sollen Euch Eure Freiheit nehmen. Kein Gold und kein Geschmeide soll Euch anhaften, nach dem der Nachbar würde trachten. Kein Wissen soll Euch zwingen, keine Gedanken Euer Hirn zermartern.

Seied frei von der Bürde Euren Nachbarn zu versorgen, seied frei von der Last Euch zu kümmern um die Alten, seied frei von der Verantwortung um Eure Kinder. Seied frei von Angst und Sorgen. Euer Herr wird sich kümmern mit all seiner Kraft und mit all seinem Können. Er wird Euch leiten und führen vom Beginn bis zum Tod. Ein Fleckchen Erde zum Bepflanzen wird der Lohn für Eure Angehörigen werden – und dankbar werden Blumen und Wicken diesen Hügel überziehen unter dem ein wahrer Mensch seinen Frieden fand.

Der Welten Lauf geht vom Morgen zur Nacht, vom Tag zur Woche, zum Jahr – Jahrein, Jahraus. Seied dankbar für warme Sommer und kalte Winter, für ein laues Frühjahr und einen milden Herbst. Seied dankbar für Euer einfaches Leben. Es gibt genug Herren, die mit Euch tauschen wollten; doch ihre Verantwortung um Euer Wohl zwingt sie in ein anderes, ein hartes, ein gefährliches Leben. Sie müssen Kriege führen, um Euch Sicherheit zu geben. Sie müssen andere Völker schlachten, um Euch zu ernähren. Sie sind in ständiger Sorge um das Geld, das für Euch bedeutungslos ist und bleiben soll. Verstehet; je mehr sie davon haben, umso größer bedrückt sie die Sorge um den Verlust.

Sie müssen Festungen bauen, um ihr Geld und sich zu schützen. Nicht vor Euch. Das nicht. Ihr seid dankbar für Krumen, eine Schale Wasser und einen trockenen Platz zum Verweilen. Nein, andere Mächte und Menschen mit Wissen trachten nach Euren Werten, die der Herr für Euch verwaltet. Seied ihm dankbar und lobet seine Weitsicht. Seine Fürsorge wird nie enden. Ein Herr löst den nächsten ab wie ein Mensch den nächsten ersetzen wird. Bleibt die treue Herde die Ihr seid; denn nicht jeder kann Führer von allen werden.

Denn: Würdet Ihr anfangen zu denken und Euch selbst zu führen – ein jeder für sich und mit Gleichgesinnten – so wäre das Leben Eures Herrn und aller Herren nichts mehr wert. Noch nicht einmal das kleine Fleckchen Erde zum Bepflanzen würde ihnen gegönnt. Wollt Ihr es so beginnen lassen? ……….

………. Wenn nein, sterbt weiter Euer Leben!
………. Wenn ja, fangt endlich an!

10/12/2009 Verfasst von fletcher2 | Gedanken | | 1 Kommentar

Terror(!) gegen den Terror(?)

Gestern hat der Bundestag das Afghanistan-Mandat um weitere zwölf Monate verlängert. Die CDU/CSU, FDP und SPD stimmten mehrheitlich für eine Verlängerung des Afghanistan-Mandats. Weitere zwölf Monate, um Opfer auf beiden Seiten der Kampflinie zu ermöglichen. Weitere zwölf Monate, um getötete und verletzte Zivilisten zu bedauern und Taliban – dead or alive – zu verteufeln. Noch einmal zwölf Monate, um die Gesundheit und/oder das Leben von Söhnen, Töchtern, Vätern und Müttern gegen Öl und Drogendollars einzutauschen. Noch einmal von Advent zu Advent, um Rüstungsgelder zu scheffeln. Es ist vielleicht gar nicht mehr so fern, wo wir wieder den Slogan hören dürfen: “Gold gab ich für Eisen.”

In Afghanistan ist Krieg und die Bundeswehr ist im Kriegseinsatz! Kriegs-Verteidigungs-Minister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg weiß das ganz genau und laviert genauso wie seine Vorgänger Rudolf Scharping, Peter Struck und Franz Josef Jung, um das deutsche Volk zu täuschen. Unsere Kriegs-Verteidigungs-Bundeskanzlerin weiß ebenso genau, daß die Bundeswehr sich in einem Kriegseinsatz befindet. Diese Organisation spricht Bände! Boss Obama, Strohmannfrau Merkel, Strohmann zu Guttenberg – und alle weiteren beteiligten Staaten der ersten Welt. An diesen Händen klebt nicht nur das Blut von Deutschen und Afghanen; auch das von Irakern, Kosovaren, Palästinensern etc. und Millionen verhungernden und verhungerten, gefolterten und einfach nur vergessenen Menschen auf der ganzen Welt.

Der diesjährige Friedensnobelpreisträger Barack Obama schickt weitere 30.000 friedliebende US BürgerInnen nach Afghanistan, um die bösen Taliban zu bekehren. Bestenfalls mit Gewalt. Und im Iran ist man dann auch ganz schnell, wenn Ahmadinedschad sich entschließt, die USA und Israel zu vernichten. Was wird wohl noch alles an menschenverachtender Welt-Kriegspolitik in den nächsten ein-, zwei Jahren auf uns zukommen?

Wird man bald sagen können: “Hoffnung ist nur ein Wort”?

“Ich habe nichts gegen den Vietcong. Kein Vietnamese hat mich je Nigger genannt. Warum sollte ich dort Menschen umbringen, die ich gar nicht kenne?”
(Muhammad Ali, amerikanischer Boxer, *1942)

“Wer zu Handeln versäumt, ist noch keineswegs frei von Schuld. Niemand erhält seine Reinheit durch Teilnahmslosigkeit.”
(Siegfried Lenz, deutscher Schriftsteller, *1925)

04/12/2009 Verfasst von fletcher2 | Politik | | Noch keine Kommentare

Und sie erwärmt sich doch…… nicht! – Oder?

Seit Urzeiten – also schon vor Menschengedenken – hat die Erde mit dem Klima ihre schiere Not. In den Zeiten des/der Ur war es mal richtig warm auf der Erde. Nicht so wie heute, wo es nur in Afrika, Australien, den Seychellen, Kuba und der Arktis so mörderisch warm ist, daß im Süden alles verdorrt, in der Mitte die genmanipulierten Pflanzen alles versauen und im Norden das erwärmende Eis jegliches Wachstum blockiert, sondern früher die ganze Erde, global gesehen, ein einziger Backofen war.

Man kann sich fast gar nicht mehr vorstellen, daß vor zwei-, 3 Milliarden Jahren kaum ein Mensch hätte überleben können, wäre er denn damals schon da gewesen. Überall Vulkane, Seen aus Lava, unkontrolliert herniederregnende Meteoriten, ständige Gewitter und ein CO2, das das heutige bei weitem in den Schatten stellte. So, mit der Zeit, normalisierte sich das Klima zu vorgestriger Güte und ermöglichte den Pflanzen endlich ihr Wachstum und den Dinos somit ihre Nahrung. So oder so ähnlich die Entwicklung des Urglobus zur heutigen Form. Die Wissenschaft wird wohl noch die ein- oder andere ergänzende Information parat haben, doch für’s Erste sollte obige Erklärung ausreichend sein.

Also, die ganzen homo sapiens, homo errectus – und wie sie noch alle heißen mögen oder mal gehießen haben, hatten ein ungleich schwereres und kargeres Leben zu leben als wir homo sapiens oder was auch immer wir sind oder sein mögen. Gut, die Dinos und andere Saurier mußten verschwinden, um die Evolution nicht ins Stocken zu bringen und uns quasi den Acker der Menschwerdung bereiten. Könnte ich heute meine Urahnen aus Urzeiten befragen; ich wäre wohl geschockt. Lassen wir uns das mal so richtig vorstellbar durch den Kopf gehen:

Mein Ur………ur Opa und meine Ur………..ur Oma lebten nahe Hamburg Olsdorf in einer bescheidenen, kleinen Höhle. Feuer und Strom kamen von Gewittern und fließend Wasser sowieso von oben. Nahrung kam aus der nahen Elbe und aus dem wild wuchernden Wald bei St. Georg. Was will man mehr? Ur……….ur Oma und Ur………ur Opa gingen keiner geregelten Arbeit nach und nutzten ihre Freizeit zur Produktion von kleinen Bärenmützenmädchen und Bärenmützenbübchen. Und nun kam die Wende. Aus Lappland rollte eine gewaltige Kältewelle heran und zwang meine Ur………ur Ahnen, gen Bayern aufzubrechen. Doch die Kältewelle rollte weiter und machte einen erneuten Umzug nötig. Was blieb? Ab über die Alpen und weiter nach Calabrien. Kaum dort angekommen, wurde es schon wieder ungemütlich. Meine Ur……….ur Familie entschied sich, nach Kenia weiterzuziehen. Fragt mich nicht, wie sie das große Wasser überwunden haben.

In Kenia waren die Temperaturen noch erträglich und Bananen und Orangen gehörten fortan zum täglichen Mahl. Auch die Umstellung auf Antilopen- und Krokodilfleisch ging ohne größere Probleme vor sich. Die ganz frühen Ur………ur Ahnen segneten das Zeitliche und die nachfolgenden Ur…..ur Ahnen sorgten für den weiteren Fortbestand. Sie lebten dort wohl einige Generationen lang; bis das Klima mal wieder verrückt spielte. Die ganze Wanderei ging nun wieder von vorne los – diesmal aber in die umgekehrte Richtung.

Bis nach Hamburg Olsdorf haben meine Vorfahren es nicht mehr geschafft. Vielleicht gefiel ihnen aber auch das Saarland einfach nur gut und sie wollten hierbleiben. Das Saarland hat sich bis heute als klimaschwankungsrobust erwiesen. Sommer und Winter halten sich so ziemlich die Waage. Schweinefleisch, Gemüse und Südfrüchte gibt es an jeder Ecke und die einstigen Wohnhöhlen sind mehr oder weniger komfortablen Häuschen gewichen. Selbst Feuer, Strom und fließend Wasser sind effektiver nutzbar als zu Ur……….ur Zeiten.

Die heutigen Klimaschwankungen kommen nicht von Thyssen, Krupp und aus den Auspüffen diverser Fortbewegungsmittel – auch nicht vom Menschen selbst oder gar gasenden Kühen, nein, sie kommen von der Abhängigkeit der Erde zu ihrer Sonne. Unser Sonnensystem und die Zeit haben die Erde zu dem gemacht, was sie heute ist. Klimaschwankungen und große Klimakatastrophen hat es immer gegeben und wird es wohl auch weiterhin geben. Vielleicht nicht mehr in dem Ausmaß früherer Jahrmillionen oder Jahrmilliarden, weil die Erde sich zwangsläufig immer mehr von innen heraus abkühlen wird. Die Sonne wird weiterhin das Klima auf der Erde bestimmen; ob es den Politikern nun paßt oder nicht!

Die große Abzocke mit dem Klimaschwindel bringt Billionen Umsatz und Milliarden den Initiatoren. Das ist sicher. Ohne CO2 keine Pflanzen und ohne Pflanzen kein Leben.

Den Ast, auf dem die Mächtigen sitzen, sägen sie selbst abwenn nicht vorher die Habenichtse den ganzen Baum fällen.

24/11/2009 Verfasst von fletcher2 | Satire | , , | Noch keine Kommentare