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So nicht – wirklich nicht!

Jetzt hat Deutschland endlich auch seinen: „Yes, We can!“. Sigmar Gabriel Obama – unser neuer Stern am Firmament der Gebeutelten. Die leuchtende Birne in asozialen Abgründen. In einem zornigen Interview in der WELT ONLINE propagiert der neue SPD-Heilsbringer eine Börsenumsatzsteuer, damit endlich Die die Schulden zahlen, die der Staat für Sie aufnehmen mußte – die Investmentbanken. Man überlegt, so Gabriel, die Bürger Europas zu einer Million Unterschriften zu bewegen, damit sich das Europäische Parlament der Sache annimmt – vorausgesetzt, die Regierungen schaffen das nicht alleine.

„Bürger der EU – zeigt endlich Gesicht und bekennt Farbe. Zeigt den Eliten, wo’s lang geht!“

Die SPD „brennt“ für Fairness und Gerechtigkeit. Sie „brennt“ sogar vor Zorn, weil die Freiheit des Einzelnen und die Verantwortung füreinander und das Gemeinwohl gegeneinander ausgespielt werden. Bei dieser ganzen „Brennerei“ hat die SPD leider noch nicht gemerkt, daß sie schon lange abgeraucht ist. Sie hat seit Schröder die Finanzmärkte dereguliert, Heuschrecken ins Land geholt, Leiharbeit und den Niedriglohnsektor ausgebaut – Gewerkschaften gezähmt und Noch-Arbeiter gegen Arbeitslose ausgespielt. Sie hat eine Unterschicht geschaffen, um Löhne zu drücken und Gewinne der Unternehmen ins Unermessliche steigen zu lassen.

Diese SPD brennt nicht mehr – und sie wird nicht mehr brennen – schon gar nicht für die Arbeiter und Ex-Arbeiter.

Es ist der reine Hohn, wenn Gabriel von einer Lumpen-Elite spricht. Es ist seine Angst, selbst nicht mehr zur (Lumpen)-Elite dazuzugehören. Wie kann er heute das verteufeln, wofür er gestern noch stand? Wie oft haben ihm und seiner Partei die LINKEn paßgenaue Flanken zugespielt und wie oft haben er und seine Partei diese Bälle ins Leere laufen lassen. Gegen ihre eigene Mindestlohnforderung haben sie im Bundestag gestimmt. Nimmt man so einer Partei und ihren vermeintlichen Wendehälsen die jetzige Empörung ab? Fast hab ich’s vergessen – es wird ja wieder gewählt – in NRW. Da denk ich doch gleich an Müntefering: Es ist unanständig, Parteien an ihre Wahlversprechen zu erinnern – so in etwa die Aussage des geborenen Sozialdemokraten.

Daß Gabriel es für unanständig von christlichen und liberalen Parteien hält, daß sie Armutslöhne dulden und gar subventionieren, ist ja fast schon die Krone geistiger Abstinenz. Unter Führung der SPD und der Grünen hat diese ganze Armutsspirale doch erst richtig Fahrt aufgenommen. Man hat doch ganz bewußt den Mittelstand den Finanzhaien geopfert und ganz bewußt die Verarmung der Bevölkerung in Kauf genommen. Gabriel sollte dringendst Gingko-Präparate und Knoblauchpillen zu sich nehmen, bevor der letzte Rest geistiger Regung verloren geht.

Wenn Gabriel jetzt die vielen vorhandenen Säue durchs Dorf treiben will, wie er so schön sagt, dann soll er erst einmal die vielen Säue in der eigenen Partei zum Schlachter bringen und sich selbst nicht ausnehmen. Vielleicht könnte eine runderneuerte SPD wieder – irgendwann – nach langer politischer Askese zu sozialen Taten schreiten. Vielleicht, irgendwann!

Was heute, als SPD, die Regierung angreift, ist nichts weiter als ein falscher Pudel mit Skorbut. Gabriel und seine Führungsmannen verspielen zur Zeit auch noch den allerletzten Rest an Glaubwürdigkeit. Maul halten, in sich gehen und mit allen, die etwas hin zu mehr Gerechtigkeit ändern wollen zusammenarbeiten – das wäre ein Neubeginn – ein glaubwürdiger Neubeginn!

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Kategorien:Politik
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