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Archive for the ‘Satire’ Category

gestern, heute, Zukunft

Es sei, so meinte ich neulich im Rundfunk gehört zu haben, an der Zeit, die Zukunft Deutschlands nun endlich zu beginnen. Obwohl, Zukunft beginnt eigentlich immer und auch überall; aber ob es sich bei Deutschlands Zukunft um die allgemeingültige, universelle Zukunft handeln würde, ließ der Sprecher des Kurzwellen-Mediums nicht erkennen.

Diese, von mir nur sekundär empfangene Aussage eines anonymen, wohl aber einigen Wenigen bekannten medialen Zeitgenossen, ließ mein Unterbewußtsein nicht mehr los. Der Drang, eines mir Unbekannten, Zukunft endlich auch für Deutschland beginnen zu lassen, mußte zwangsläufig mein Bewußtsein erreichen und sich dort manifestieren. Gedanken, des souveränen Menschen geistiger Vollzeitjob, bedürfen eines ständigen Wandels von der Frage zur Antwort, vom elektrischen Impuls des Wissenwollens zu einem  manchmal nur zu erreichenden synaptischen Achselzucken.

Marter im Kopf, Fehlschaltungen elektrischer Schaltkreise bis hin zu einem Kollaps des gesamten Denkvermögens, lassen Fragen – und ausbleibende Antworten – ein Empfinden totaler Leere entstehen. Man empfindet sich wie ein Bleiakkumulator, dessen Anode sich zermatscht, wo erbrachte Leistung sich entlädt in Blasen, Säuren und Gasen. Nichts von Bestand, nichts, was rühmlich zu erwähnen wäre. Dabei geht es doch um nichts weniger, als die deutsche Zukunft. Hat sie vielleicht schon begonnen, während meine Gedanken einen ersten Entwurf konzipierten? Ist ohne mein Wissen und ohne mein Zutun Deutschlands Zukunft zur Realität gereift? Kann ich überhaupt noch den Anschluß erreichen oder werde ich, wie so oft, in der Gegenwart gefangen bleiben? In DER Gegenwart, die sich aus der Vergangenheit speist, in der die Zukunft nie ankommen wird?

Ich könnte fragen, könnte den anonymen Wellenreiter audiophober Ideen versuchen zu kontaktieren; nur, was würde mir diese Mühe bringen? Wäre ich mit der Antwort, sollte ich denn eine erhalten, zufrieden? Würde mein geistiger Status endlich höhere Weihen erhalten oder müßte ich die qualvolle Prozedur des Lernens und die fast-Unmöglichkeit des Verstehens selbst schmerzlich erfahren? Würde es sich überhaupt lohnen, Geld in Gingko-, Knoblauch-, Nuß- und Rosinenprodukte, zwecks Steigerung der Denkfähigkeit und somit auch des möglichen Erfolges des Verstehens, zu investieren?

Den Beginn der Zukunft Deutschlands doch noch zu erleben, einen kleinenTeil des unbeschreiblichen ersten Schrittes in das Neue, das vermutlich Gute zu vollziehen, ist die Dividende der Investition unsäglicher Mühen und unbeschreiblichen Durchhaltevermögens. Ja, ich will dabei sein wenn Deutschland erwacht und die Zukunft beginnt! Was mich noch martert, ist, daß ich den ersten Schritt wohl doch verpaßt haben könnte. Zukunft soll ja fließend sein und deshalb werde ich mich auf den großen Fluß des Lebens wagen – wenn auch nur mit Schwimmweste und Notproviant – aber, immerhin.

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Kategorien:Satire

Und sie erwärmt sich doch…… nicht! – Oder?

Seit Urzeiten – also schon vor Menschengedenken – hat die Erde mit dem Klima ihre schiere Not. In den Zeiten des/der Ur war es mal richtig warm auf der Erde. Nicht so wie heute, wo es nur in Afrika, Australien, den Seychellen, Kuba und der Arktis so mörderisch warm ist, daß im Süden alles verdorrt, in der Mitte die genmanipulierten Pflanzen alles versauen und im Norden das erwärmende Eis jegliches Wachstum blockiert, sondern früher die ganze Erde, global gesehen, ein einziger Backofen war.

Man kann sich fast gar nicht mehr vorstellen, daß vor zwei-, 3 Milliarden Jahren kaum ein Mensch hätte überleben können, wäre er denn damals schon da gewesen. Überall Vulkane, Seen aus Lava, unkontrolliert herniederregnende Meteoriten, ständige Gewitter und ein CO2, das das heutige bei weitem in den Schatten stellte. So, mit der Zeit, normalisierte sich das Klima zu vorgestriger Güte und ermöglichte den Pflanzen endlich ihr Wachstum und den Dinos somit ihre Nahrung. So oder so ähnlich die Entwicklung des Urglobus zur heutigen Form. Die Wissenschaft wird wohl noch die ein- oder andere ergänzende Information parat haben, doch für’s Erste sollte obige Erklärung ausreichend sein.

Also, die ganzen homo sapiens, homo errectus – und wie sie noch alle heißen mögen oder mal gehießen haben, hatten ein ungleich schwereres und kargeres Leben zu leben als wir homo sapiens oder was auch immer wir sind oder sein mögen. Gut, die Dinos und andere Saurier mußten verschwinden, um die Evolution nicht ins Stocken zu bringen und uns quasi den Acker der Menschwerdung bereiten. Könnte ich heute meine Urahnen aus Urzeiten befragen; ich wäre wohl geschockt. Lassen wir uns das mal so richtig vorstellbar durch den Kopf gehen:

Mein Ur………ur Opa und meine Ur………..ur Oma lebten nahe Hamburg Olsdorf in einer bescheidenen, kleinen Höhle. Feuer und Strom kamen von Gewittern und fließend Wasser sowieso von oben. Nahrung kam aus der nahen Elbe und aus dem wild wuchernden Wald bei St. Georg. Was will man mehr? Ur……….ur Oma und Ur………ur Opa gingen keiner geregelten Arbeit nach und nutzten ihre Freizeit zur Produktion von kleinen Bärenmützenmädchen und Bärenmützenbübchen. Und nun kam die Wende. Aus Lappland rollte eine gewaltige Kältewelle heran und zwang meine Ur………ur Ahnen, gen Bayern aufzubrechen. Doch die Kältewelle rollte weiter und machte einen erneuten Umzug nötig. Was blieb? Ab über die Alpen und weiter nach Calabrien. Kaum dort angekommen, wurde es schon wieder ungemütlich. Meine Ur……….ur Familie entschied sich, nach Kenia weiterzuziehen. Fragt mich nicht, wie sie das große Wasser überwunden haben.

In Kenia waren die Temperaturen noch erträglich und Bananen und Orangen gehörten fortan zum täglichen Mahl. Auch die Umstellung auf Antilopen- und Krokodilfleisch ging ohne größere Probleme vor sich. Die ganz frühen Ur………ur Ahnen segneten das Zeitliche und die nachfolgenden Ur…..ur Ahnen sorgten für den weiteren Fortbestand. Sie lebten dort wohl einige Generationen lang; bis das Klima mal wieder verrückt spielte. Die ganze Wanderei ging nun wieder von vorne los – diesmal aber in die umgekehrte Richtung.

Bis nach Hamburg Olsdorf haben meine Vorfahren es nicht mehr geschafft. Vielleicht gefiel ihnen aber auch das Saarland einfach nur gut und sie wollten hierbleiben. Das Saarland hat sich bis heute als klimaschwankungsrobust erwiesen. Sommer und Winter halten sich so ziemlich die Waage. Schweinefleisch, Gemüse und Südfrüchte gibt es an jeder Ecke und die einstigen Wohnhöhlen sind mehr oder weniger komfortablen Häuschen gewichen. Selbst Feuer, Strom und fließend Wasser sind effektiver nutzbar als zu Ur……….ur Zeiten.

Die heutigen Klimaschwankungen kommen nicht von Thyssen, Krupp und aus den Auspüffen diverser Fortbewegungsmittel – auch nicht vom Menschen selbst oder gar gasenden Kühen, nein, sie kommen von der Abhängigkeit der Erde zu ihrer Sonne. Unser Sonnensystem und die Zeit haben die Erde zu dem gemacht, was sie heute ist. Klimaschwankungen und große Klimakatastrophen hat es immer gegeben und wird es wohl auch weiterhin geben. Vielleicht nicht mehr in dem Ausmaß früherer Jahrmillionen oder Jahrmilliarden, weil die Erde sich zwangsläufig immer mehr von innen heraus abkühlen wird. Die Sonne wird weiterhin das Klima auf der Erde bestimmen; ob es den Politikern nun paßt oder nicht!

Die große Abzocke mit dem Klimaschwindel bringt Billionen Umsatz und Milliarden den Initiatoren. Das ist sicher. Ohne CO2 keine Pflanzen und ohne Pflanzen kein Leben.

Den Ast, auf dem die Mächtigen sitzen, sägen sie selbst abwenn nicht vorher die Habenichtse den ganzen Baum fällen.

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Grenzverkehr

Die Schweinegrippe – sie läßt mich einfach nicht los. Eine Frau ist nach der Impfung gestorben, zwei Männer gerade noch mal so mit dem Leben davongekommen.

Die Wutzenfreck, wie wir sie hier im Saarland schelmisch betiteln, hat den ganzen Globus infiziert; wie weiland die Fußball-WM 2006 oder 2007 oder war’s doch 1974. Na ja, egal. Was sind schon Zahlen in der Realität des Lebens? Sieht man ja an unseren Bankstern und den Politgangs. Zahlen bestehen doch hauptsächlich nur noch aus irgendwelchen nachfolgenden Nullen. Aber zurück zur Wutzenfreck. Ich kenne einen Kollegen eines entfernten Bekannten meines Bruders; dessen Schwager hat in Bouzonville, also Ausland, einen Schweinezuchtbetrieb. Eher so nebenher, neben der hauptamtlichen Arbeit bei Ford auf’m Röderberg. Dieser gute Freund hat mir nun im Vertrauen verraten, wie er seine Porc’s vor dem Virus schützen tut.

Zuerst verfrachtete er seine drei Sauen, samt Nachwuchs, in den Schuppen nahe des alten Gipsstollens und seinen, schon etwas betagten Zuchteber, brachte er in der Kammer hinter dem ehelichen Schlafzimmer unter. Er meinte, daß das Virus jetzt ungestört seinen Hof überennen könne, ohne, jetzt durch die nicht mehr vorhandenen Schweine, aufgehalten zu werden. Da ich Viren generell nicht auf Anhieb vertraue, meinte ich zu diesem Schwager des Bekannten meines Bruders, daß diese Viren den Weg von Mexiko bis zu uns ja auch gefunden haben und sie deshalb vermutlich auch die Kammer und den Schuppen beim alten Gipsstollen durchsuchen würden.

Der Schwager, ich nenne ihn mal den naiven Grenzgänger, meinte daraufhin, daß er nun mit der ganzen Wahrheit nicht mehr hinter den Berg halten könne und er offenbarte mir nun auch sein letztes Geheimnis. Er erzählte mir, den Tränen nahe, daß er seine Schweine schon vor Wochen gegen Keuchhusten hätte impfen lassen und sie – und nun kommt es – täglich Antibiotika schlucken müßten, weil sein alter aber immer noch rüstiger Eber des Nachts seinen Stall zerdeppert habe und sich bei der anschließenden außerehelichen Sauerei bei der Sau des Nachbarhofes vermutlich einen Tripper eingefangen hätte. Die Keuchhustenimmunisierung und die täglichen 10000ie Gaben Peniscillin dürften wohl jedes noch so weit gereiste Virus töten, zumindest aber abschrecken. Tja, so sind sie, die Grenzgänger.

Bei soviel Gottvertrauen und unerschütterlichem Glauben an Baxter un Co konnte ich diesem ausländischen Schwager nur noch meine Bundeswehrrestbestände an Urgoderm anbiedern. Gasmasken und Dekontaminationsspray aus Ex-DDR Beständen müssen nun wohl über ebuy ihre Liebhaber finden.

Das Gespräch mit dem französisch sprechenden Schwager aus der Nähe von Bouzonville fand dieser Tage auf der Martinsfeier des Zwerghühnerzüchterverbandes e. V. auf der Toilette statt. Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen des Angelsportvereins „Mittlere Wolga“ e. V. erfuhr, hat nahe Bouzonville ein illegaler Markt stattgefunden, auf dem – man höre und staune – ein Eber und drei Sauen samt Nachwuchs, fachmännisch zerteilt, Abnehmer gesucht hätten. Dies läßt in mir die Vermutung aufkeimen, daß das Wutzenfreckvirus doch erheblich raffinierter ist, als das RKI und die WHO bisher zugeben. Bei besagten, zum Kauf angebotenen Schweinereien kann es sich somit wohl nur um den Nebenerwerb des Grenzgehenden Fordmitarbeiters handeln.

Ab sofort kaufe ich mein Schweinefleisch nur noch bei Ali Ben Jussuf direkt hinter der Moschee.

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Schwarz/Gelb/Grün soll bundesweite Pflichtkoalition werden

150px-Flag_of_Jamaica.svgWie schon im Saarland zu beobachten war, ist das Wählervotum nicht zwingend bindend für koalierungspflichtige, regierungswillige Landgrafen à la Ulrich. Grün ist ja zuallererst einmal die Farbe der Hoffnung. Seit dem Neuen Testament ist dies auch amtlich belegt. In zweiter Linie kann Grün denn auch als Alibifarbe für bundesdeutsche Umweltaktivistenlehrlinge Verwendung finden. Bei dem neuen Koalitionsmitgliedsadel, Landgraf von hin und zu her Ulrich, überwog doch wohl die alte Neutestamentliche Interpretation der Farbe Grün als dem unverwechselbaren Zeichen der (berechtigten?) Hoffnung – auf was auch immer.

Daß ein gewisser Oskar L. sich, durch sein unberechenbares Verhalten als Chef der LINKEn, widerrechtlich Zugang zu Amt und Würden an der Saar verschaffen wollte, konnte von Neugraf Ulrich von der Grün unter keinen Umständen toleriert, geschweige denn akzeptiert werden. „Das einzige was im Saarland rot sein darf, ist der Himmel nach dem Hochofenabstich.“, so der grüne Quaker aus dem Landkreis des Mareshal Ney – (Saarlouis).

Der Schwarze Peter aus Eppelborn und der Gelbe Hartmann aus, was weiß ich woher, lockten mit der Neuinterpretation des Neuen Testaments den magentafarbenen Hoffnungsträger der grünen Grünen des Saarlandes in die Fänge der einzig wahren Koalition des ersten Bundeslandes der Bundesrepublik Deutschlands – das bundesweite Geschichte schreiben wird. Man stellte sogar eine Städtepartnerschaft zwischen Lebach und Jamaika in Aussicht. Wegen der verschwindend geringen Anzahl saarländischer Inseln, ist man bereit, Jamaika als ebenbürtige Stadt (Staat?) von Lebach zu tolerieren. Dieses Zugeständnis Schwarz/Gelber Führungseliten trieb, unbestätigten Berichten zufolge, Landgraf Ulli von der Tann das Feuchte in die Augen. Unter heftigem Schluchzen und von Weinkrämpfen geschüttelt, fiel Grünverkohlulli auf die neuadelige Schnauze und soll, ebenfalls unbestätigten Berichten zufolge, dem Schwarzen Peter und dem Gelben Hartmann Treue bis in den politischen Tod geschworen haben.

Derweil hat sich O. Lafontaine mit seinem Adoptivsohn Heiko M. und dessen Cousin Reinhold J. verständigt, dem Schwarzen Peter, dem Gelben Hartmann und dem Grünen Etwas, etwas entgegenzusetzen – und wenn es auch nur etwas Gerechtigkeit wäre. Die Drei von der ZTankstelle sind sich einig, Jamaika den Jamaikanern wieder zurückzugeben und Deutschland gegen diese Wilden aus dem Wilden Westen zu verteidigen. Wenn es Jamaika schon bis zu uns geschafft hat – und das sogar gegen den mehrheitlichen Wählerwillen – dann kann man getrost von einer feindlichen Übernahme ausgehen. Menschen mit noch selbstständigem Restverstand und Sinn für Realitäten sind aufgefordert, Jamaika wieder als das darzustellen, was es ist – eine sympatische Inselbevölkerung in der Karibik mit Winterbobambitionen und unverkennbaren Frisuren – und nicht als tragfähige und wohlmöglich noch favorisierte Regierungskoalition neoliberaler Prägung, die das Wohl der deutschen Bevölkerung im Auge hat.

Der Schwarze Peter, der Gelbe Hartmann und der Grüne Ulrich müssen als das gesehen werden, was sie sind – machtgeile Politiker in Diensten des Neoliberalismus. Jetzt und in den nächsten fünf Jahren ist im Saarland eine Rot-Rote Einigkeit gegen Jamaika ein absolutes Muß – soll das Saarland nicht noch weiter gegen die Wand gefahren werden.

Ich wünsche Oskar Lafontaine und Heiko Maas soviel Sachverstand und Akzeptanz, damit sie ihre ganze Kraft denen widmen, die ihnen ihre Stimme gaben und daß sie diejenigen kontrollieren, die uns kontrollieren wollen.

Politik ist ein Spiel für Wenige und meist bittere Realität für Viele.

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Kann es sein…..

…..daß ich die Schweinegrippe hatte?

Gestern morgen wurde ich wach – eigentlich werde ich das jeden morgen, doch diesmal war etwas anders. Mein Rücken tat mir schweineweh und meine unteren Extremitäten erinnerten mich an Eisbein oder Haxen oder so. Nach quälenden Minuten raffte ich mich endlich dazu auf, meine Liegeposition aufzugeben. Meine Beinchen versagten ihren Dienst und ich kroch auf allen Vieren ins Bad. Dort traf mich der Schock. Im trüben Schein der rostroten Fliesen erblickte ich kleine, rote Schweinsäugelein, die aufgequollene Nase und meine Hängeohren. Fehlt nur noch das Ringelschwänzchen; obwohl…………?!

„Dich Schwein hat’s erwischt,“ war mein erster Gedanke. Mexiko, Mallorca, Saarland – jetzt ist die Schweinerei komplett! Das Virus ist da!

Ha, 1 en 1. Jetzt haben sie dich, die Viren. Mit unsäglicher Mühe glaubte ich das Quecksilberthermometer, ein Erbstück meiner Großtante mütterlicherseits, aus den Tiefen der freiverkäuflichen Gesundmacher hervor und führte einen Selbsttest durch. Fieber ohne Ende. Ab 35 Grad war die Skala etwas verwischt, doch realistischen Schätzungen zufolge, lag meine Temperatur jenseits des Siedepunktes von Wundbenzin – so ab 44 Grad.

Nach telefonischer Rücksprache mit dem Pförtner der WHO entschloß ich mich, den Arzt meines Vertrauens zu kontaktieren. Dieser erschien dann umgehend nach drei Stunden. Im Kofferaum seines dienstlich genutzten Privatwagens, abwrackprämienbegünstigt jetzt ein Suzuki Alto, türmten sich Tamiflu und sonstige Cheney- und Rumsfeldprodukte zwecks Beschleunigung meiner, doch recht ungewissen, Genesung. Dankbarkeit und AOK-Karte wechselten den Besitzer zwecks Besitzerwechsels eines Rezeptes, welches mir weitere Linderung bringen sollte.

An meinem Aussehen und den Symptomen änderten jedoch der spontane Hausbesuch sowie die Medikamente vorerst nichts. War ich wirklich dazu verdammt, als Schweinevirusopfer vom RKI begutachtet zu werden, den Rest meines nunmehr unlebenswerten Lebens in Quarantäne zu verbringen? Getrennt von meinen Lieben, ausgeschlossen aus meiner geliebten Bundesrepublik Deutschland? Sollte ich so enden? Ich ergab mich in mein Schicksal! Sollte ich je wieder die Sonne aufgehen sehen – passiert diesen Sommer eher selten, was meine Stimmung noch mehr drückte?.

Der nächste Tag – keine Sonne – doch ich lebte! Mir ging es wieder besser. Temperatur auf Kinderplanschbeckenniveau, strahlend braune Augen, eine Nase wie Michael Jackson – möge er endlich seine Ruhe haben -, Beine dich mich trugen, Ohren wie ein Spitz und das mit dem Ringelschwänzchen, das lassen wir mal beiseite. Seit meiner Auferstehung feiere ich die WHO, die Pharmaindustrie und all die findigen Wissenschaftler, die immer wieder ihre Kreativität beim Erfinden neuer Krankheiten unter Beweis stellen.

PS
Wegen des milden Verlaufs meiner und der Welt lebensbedrohender Krankheit schätze ich mal, daß meine Grippe von einem Sparschwein stammt. Die soll es ja noch geben. Trotz Krise.

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Brauchen wir erneuerbare Energien…..

19/09/2009 1 Kommentar

Der gemeine Bestatter – im Volksmund auch Entsorger genannt – ist sehr erdverbunden. Neuere Gattungen sind regelrecht Feuer und Flamme bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Da sich im Rahmen der Globalisierung alles, wirklich alles ändert, müssen auch Bestatter dem neuen Trend folgen. Erst kürzlich las ich in einer Anzeige: „Wir legen sie für den selben Preis der Konkurrenz 20 Zentimeter tiefer.“ Sozusagen ein Sargtuning. Dieselbe Werkstatt bietet auch einen warmen Abriss an unter dem Motto: „Der Preis ist heiß – unsere Öfen heizen Ihnen mächtig ein. Mit Biodiesel.“

Da fragt man sich doch so langsam – wo führt das Ganze hin!? Wohin mit dem zusätzlich ausgehobenen Erdreich? Baut man Hügel, verteilt man es heimlich zwischen den Nachbargräbern? Irgendetwas ist da doch faul an der Sache. Auch die Sache mit dem Biodiesel. Wird der subventioniert, tanken die in Luxemburg? Wer verbrennt einen schon freiwillig und setzt dann noch zu? Nein, das kann mir keiner weismachen. Dafür bin ich zu sehr Realist, zu erfahren – ein Saarländer eben. Diese Leute sind in meinen Augen Betrüger. Die Totengräber der Nation. Glauben die, die Leute fallen auf so etwas herein? Fallen freiwillig in die tiefergelegte Grube, setzen sich mit dem Leichenhemdchen auf die heiße Herdplatte?

Wenn ich so was höre muss ich brechen – und zwar eine Lanze für all die redlichen Halsabschneider, die einen wie gewohnt unter die Erde bringen. Ohne Schnickschnack und großes Brimborium – kommt der Bagger – Loch auf, Alte(r) rein, Loch zu! Punkt, fertich! Das ist Handwerkskunst. Früher war das alles noch schöner, feierlicher und ergreifender. Bevor es ans Sterben ging, hat man erst einmal die Verwandtschaft gehörig erschreckt. Ich sage nur – falsches Testament für 3 uneheliche Kinder – vorgelegt. Das Sparbuch geplündert und die Kohle im Schafstall versteckt etc.. Heulen und Zähneknirschen herrschte dann am Totenbett. Der Jenseitsanwärter konnte sich ein müdes Lächeln selten verkneifen.

Die Erben überlegten schon, die letzte Ölung zu verweigern oder das Ganze mit Terpentin durchzuführen. Sogar der Pastor war empört über einen vermeintlich unkeuschen Lebenswandel des Fegefeueraspiranten. Blieb dem Himmelsstürmer noch genügend Restzeit, klärte er die zukünftigen Hinterbliebenen auf und lachte sich buchstäblich tot dabei. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen. Man konnte nun ruhigen Gewissens erben und war froh, nicht selbst Hand anlegen zu müssen. Natürlich gab es jetzt auch das Grisam vom Pastor und ein Rosenkranz aus Lourdes – im Lidl gekauft – fehlte auch nicht. Je nach Hinterlassenschaft wurde nun ausgiebig gegessen und getrunken und man ließ den soeben Verstorbenen hochleben.

Freunde der Nacht, Hobbyzyniker und Allgemeingestörte – glaubt nicht alles was ich sage! Macht euch selbst ein Bild. Spätestens beim letzten Abgang werdet ihr sehen, ob ich Recht hatte. —– Was war nochmal das Thema meines Blogs? Ach ja, brauchen wir erneuerbare Energien für den Erhalt der Krematorien oder tut’s auch die Kohle aus Ensdorf!?

Erschütternd!!!!!

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Das Saarland soll wieder französisch werden

Fronkreichs Präsidon Nicolas Sarkozy: „La Sarre est moi“ – so sein Kommentar auf dem Strasbourger Herbstmarkt.

Wie schon zu lesen war, stiftete diese Meldung des obersten Parisers einige Verwirrung in der Region. MP Peter Müller – im Folgenden P. M. genannt – ließ verlauten: „Ich kann doch gar net franzesisch – on denen ihr Suddelbier schmackt a net.“ Größere Probleme – wie neue, unbiometrische Pässe und die Béretknappheit bei C&A fallen da nicht so arg ins Gewicht. Nach Einschätzung der Saar F.D.P. könnte Mirko Dabbelju Finanzminister des neuen Départements Bremm d’Or werden. Zudem sollen die Sozialleistungen des neuen Districts denen der Französisch-Guayana-Indianer angepasst werden.
Aus Kreisen der Regierung im Reich war zu hören, dass Angie im Gegenzug zum Verlust der Rucksackdeutschen von Sarkozy Teile der Insel Martinique einfordern will. Unser Pälzer Problembär Kurti Beck sieht das Ex Saarland jetzt ganz links; so sein Kommentar beim Betrachten der Landkarte: „Wusst’ ich’s doch. Der Oskar hat noch nie was gedaacht.“ Oskar L. war zu einer Stellungnahme der feindlichen Übernahme des Ex- Saarlandes durch Frankreich – im Aktuellen Bericht – mit Schnäuzer, Knickerbocker und Christa erschienen. Seiner Einschätzung nach, könnte die Palz jetzt als gemäßigte Pufferzone fungieren. Mareshal Ney-Stadt, früher Saarlouis, erhält die erste Garnison der Légion étrangère, um die gemäßigte Pufferzone als Niemandsland zu garantieren und Kurti Beck in seinem Gehege der täglichen Fütterung zuzuführen.
Jean Jaques le Porc, seines Zeichens römisch-katholischer Alt Abt des Klosters „Von den drei heiligen Jungfrauen“ im District Sierck les Bains, vertrat die Auffassung, dass dem Durchgangsverkehr durch den klösterlichen Kräutergarten Einhalt geboten werden sollte; oder aber, dass zumindest eine Mautpflicht eingeführt wird. Das hat zwar mit der feindlichen Übernahme durch die Pariser nichts zu tun aber es passt auch nicht hierher. Sarkozy und seine Frau Carla jedenfalls schätzen die Abkürzung durch den klösterlichen Kräutergarten auf ihrem Weg ins Großherzogtum Luxembourg. Die Pfeife braucht schließlich billigen Tobak für die Pfeife.

Die Große Koalition in Berlin debattiert nun heftig, Ostpreußen und die Kurische Nehrung wieder dem Deutschen Reich, das durch den zu erwartenden Verlust des Saarlandes arg geschwächt würde, einzuverleiben. Die Insel Martinique wurde inzwischen von Schäuble als Heimat der Kofferbomber (er sah mal einen Reisebericht von dort mit ganz vielen Koffern auf einem Transportband) als Saarlandersatz abgelehnt. Altautokanzler Schröder, seines Zeichens Schweizer Gasvermittler und Gastkommentator, könnte Diktokrat Putin von der Rechtmäßigkeit des Vorhabens der Angie Truppe überzeugen. Damit aber nicht genug. MP P. M. will als Ausgleich für den Verlust des Moselweingaus das Gebiet um die Region Bordeaux und den Lac d’Hourtin als Saarländische Kolonie mit autonomem Status ausweisen. Als Terrain de Lyoner soll ein Saarländisches Landesdenkmal Frankreichs Bedeutung in der Welt hervorheben. Dazu ein Kommentar von Kurti Beck:

„Liebe Leit. Ich hann’s schon imma gewusst – die Saalänna daache nix! Kummt so ähna ausm Ausland, wie dä Wagges do, dann sin die Saalänna nemmi ze halle. Was sulle ma mache? Sulle ma ach e niwwa wechsele zu denne do? Sulle ma ach Parissa gen nur fir de Spass? Nä – mia Pälza bleiwe dehemm bei us en de Palz, bye Bayer un beim Helmut.“

Klare Worte eines Staatsmannes! Da könnte sich unser MP P. M. mal ein Beispiel dran nehmen.

In den Schriften des Nostradamus sowie im Alten Testament ist von einer demokratisch legitimierten Übereignung des Saarlandes in der elften Sure und in der Apokalypse La Traviata nachzulesen – ebenso bei Wikipedia unter Chaostheorie.

Warten wir das Jahr 2tausendund10 ab. Sollte der Ostermontag diesmal nach dem Sonntag stattfinden, wird wohl an der rechtlichen Sache nicht mehr zu rütteln sein. Die Geschichte irrt nie!

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