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Archive for the ‘Gedanken’ Category

Menschen(ge)denken!?

03/06/2011 1 Kommentar

In guten Zeiten wird sich die Welt den Herzen weiten,

in Schlechten hingegen, bringt allein Denken den Segen.

Eigentlich müßte es umgekehrt sein. In schlechten Zeiten ist oft das Herz der bessere Verstand. Nur wird kaum einer den Herzen glauben und statt dessen dem scharfen, analytischen Verstand der Macher unterliegen. Dabei ist dieser Verstand eigentlich gar keiner, im Sinne von denken und urteilen, sondern eher ein Trieb – ein untherapierbarer Trieb.

Wenn man die Geschichte der Menschheit oder des Wachsens allgemein vor seinem geistigen Auge Revue passieren läßt, dann muß man eigentlich resignieren. Wenn Evolution nur den Fortschritt des aufrechten Ganges gebracht hat, und wie es aussieht, hat sie nicht viel mehr erreicht, dann kann man fast verzweifeln. Vielleicht sind wir aber auch an einem Wendepunkt angekommen. Oder besser gesagt, an einem Punkt, der grundlegend Neues hervorbringen muß. – Ja, muß!

Sollte es so weitergehen wie bisher, wie uns die jüngere Geschichte der Entwicklung der Menschen zeigt, wird es den Menschen nicht mehr möglich sein, in ihrer bisherigen Weise weiter zu existieren. Die Entwicklung des Menschen in seiner jetzigen Form ist abgeschlossen. Was ich meine, ist, daß der Geist des Menschen – gemäß den Gesetzen der Evolution – einen Sprung nach vorne, zu einem neuen Denken vollziehen muß; andernfalls wird die Gattung Mensch sich selbst der Degeneration und somit ihrem eigenen Untergang verschreiben. Es kann nicht anders sein.

Was wir weltweit sehen und auch hautnah erleben, ist der Anfang des Untergangs der Kulturen. Es ist schon eine merkliche Zurückentwicklung der emotionalen Intelligenz zu sehen und vor allen Dingen zu spüren. Es wird nicht mehr nach ehemals menschlichen Werten gehandelt, sondern nach ungezügelten Trieben; über alle Vernunft hinweg. So kann ein friedliches und soziales Miteinander unmöglich funktionieren. Wenn sich jeder selbst der nächste ist, seinen Nachbarn als Konkurrenten sieht, nur noch dem eigenen Vorteil Gehorsam zollt, dann entsteht eine Gesellschaft der Einzelkämpfer, eine Gesellschaft, wo Jeder gegen Jeden antritt. Die Jungen, die Schwachen, die Alten und die Friedfertigen werden in solch einer Gesellschaft in der Gruppe der Verlierer untergehen. Die Starken sind aber nur die vermeintlichen Sieger. Sie siegen in tausenden Schlachten und verlieren werden sie in einer Einzigen. Alle können nicht gewinnen. Immer wieder werden auch die einstigen Sieger zu Verlierern. Dies wird sich wohl so lange fortsetzen, bis es nichts mehr gibt, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Wenn es so weit kommen sollte, vielleicht erst in Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten, dann wurde das Schicksal der Menschen heute besiegelt. Hier, heute, in diesem Jahrhundert. Dieses Szenario wünsche ich unseren Nachfolgern nicht. Auch wenn wir, heute, nicht von dem Untergang der Menschheit betroffen sein könn(t)en, so sind wir doch mit dafür verantwortlich. Unser Verhalten, heute, wird ausschlaggebend sein, wie sich die Zukunft der Menschheit gestalten wird. Werden die Menschen nur eine Episode in der Geschichte sein oder wird es die Geschichte der Menschen werden. Es liegt an uns. Hier, heute, jetzt – sind wir gefordert.

Der menschliche Geist hat genügend Potential, zu erkennen, wo und wie welcher Weg wohin führen wird. Nur wissen die allermeisten Menschen nicht um ihre geistige Stärke. Entweder sind sie zu träge und zu satt, wie die Menschen der ersten Welt; oder sie sind zu schwach und zu hungrig, wie die Menschen der dritten Welt. Beides sind keine guten Voraussetzungen, den richtigen Weg zu finden und ihn dann auch noch zu gehen. Eine Hoffnung gibt es aber. Das ist die Vielfalt der menschlichen Wesen. In beiden Gruppen gibt es Menschen, die sich ein eigenständiges Denken bewahrt haben, denen die Menschen an sich wichtig sind, die nicht Macht und Einfluß um jeden Preis anstreben. Macht und Einfluß können auch positiv genutzt werden – als Selbstzweck des Guten.

Ja, ich weiß! Diese Worte sind pathetisch. Wie aber soll ich anders meine Verzweiflung und auch meine Hoffnung beschreiben? Wie kann ich mit einfachen, schlichten Worten sagen, was ich für fast unbeschreiblich halte? In diesem Artikel fehlt noch so vieles was wichtig wäre. Dieses Thema ist eigentlich zu groß für mich allein. Vielleicht habe ich den Ein oder Anderen doch erreicht und vielleicht erreicht wiederum der Ein oder Andere noch jemanden, dessen Geist offen ist.

Eine einzelne Schneeflocke ist zart und schwach aber viele Schneeflocken können zu einer Lawine mit ungeheurer Kraft werden – die Altes einreißt, an dessen Stelle dann Neues entstehen kann.

Kategorien:Gedanken, Uncategorized

Nur mal so …

27/11/2010 3 Kommentare

Wenn in einem Land wie Deutschland seit Jahren die Menschen mit Füßen getreten werden, die den Reichen ihren Reichtum erarbeiten, wenn Kinder nur noch ein Konsumfaktor sind und durch die Bildungspolitik absichtlich dumm gehalten werden, wenn RentnerInnen als Last der Gesellschaft angesehen werden und alle, die keine Arbeit finden, potentielle Schmarotzer sind, dann ist weder etwas christliches, etwas  soziales noch etwas freies in diesem Land vorhanden.

Wenn die große Masse der Menschen eines Volkes nur noch dafür da ist, einigen Wenigen als Reichtumsvermehrer zu dienen und als Humankapital bezeichnet wird, dann ist es an der Zeit, über Werte und über das eigene Gewissen nachzudenken. Wenn das eigene Gewissen befähigt wird, wieder zu erkennen was den Menschen wirklich ausmacht, dann erkennt es auch den Sinn von Werten und den Unsinn von vergänglichen Oberflächlichkeiten.

Ein scharfer Verstand ist nicht unbedingt ein wacher Verstand. Wissen ist manchmal mehr Intuition als Analyse. Wissen ist mehr Erfahrung als Fähigkeit.

Vielleicht lohnt es ja für den Ein oder Anderen, mal darüber nachzudenken.

Kategorien:Gedanken

Mal wieder …

21/10/2010 1 Kommentar

Was wollet ihr denn, ihr kleinen Geister? Gehabt euch nicht um andrer Leute Sorgen. Lasset die Leute schuften; um Lohn, um Freud, um ander ihr Plaisir. Was ist schon Geld? Man hat, weil man hat. Merket euch: „Geld macht nicht satt, Geld heilt keine Wunden, Geld treibet kein Auto an und Geld gibt niemals Frieden!“

Eine Ration zum Wohnen, eine Ration zum Heizen und eine Ration, um den Magen zu beschäftigen – mehr braucht der einfache Mensch nicht. Er braucht keine Bildung und keine Bücher. Belesen sein, heißt Verantwortung tragen. Gebildet sein, heißt Menschen zu leiten, für sie zu denken und für sie zu sorgen.

Man solle immer Mensch bleiben – sagten schon die alten Weisen. Je einfacher das Gemüt, desto zufriedener der Körper. Seied den Oberen nicht gram, um ihrer Sorge zu euch. Sie geben euch was ihr brauchet und sie nehmen euch, was euch belastet. Seied dankbar eurem Herrn, denn er allein muß Sorge tragen um euer Wohl. Er gebet euch Arbeit und Brot und Obdach, er kleidet euch und macht euch frei. Kein Mammon soll euch fesseln, keine Palastmauern sollen euch eure Freiheit nehmen. Kein Gold und kein Geschmeide soll euch anhaften, nach dem der Nachbar würde trachten. Kein Wissen soll euch zwingen, keine Gedanken euer Hirn zermartern.

Seied frei von der Bürde euren Nachbarn zu versorgen, seied frei von der Last euch zu kümmern um die Alten, seied frei von der Verantwortung um eure Kinder. Seied frei von Angst und Sorgen. Euer Herr wird sich kümmern mit all seiner Kraft und mit all seinem Können. Er wird euch leiten und führen vom Beginn bis zum Tod. Ein Fleckchen Erde zum Bepflanzen wird der Lohn für eure Angehörigen werden – und dankbar werden Blumen und Wicken diesen Hügel überziehen unter dem ein wahrer Mensch seinen Frieden fand.

Der Welten Lauf geht vom Morgen zur Nacht, vom Tag zur Woche, zum Jahr – Jahrein, Jahraus. Seied dankbar für warme Sommer und kalte Winter, für ein laues Frühjahr und einen milden Herbst. Seied dankbar für euer einfaches Leben. Es gibt genug Herren, die mit euch tauschen wollten; doch ihre Verantwortung um euer Wohl zwingt sie in ein anderes, ein hartes, ein gefährliches Leben. Sie müssen Kriege führen, um euch Sicherheit zu geben. Sie müssen andere Völker schlachten, um euch zu ernähren. Sie sind in ständiger Sorge um das Geld, das für euch bedeutungslos ist. Verstehet; je mehr sie davon haben, umso größer bedrückt sie die Sorge um den Verlust.

Sie müssen Festungen bauen, um ihr Geld und sich zu schützen. Nicht vor euch. Das nicht. Ihr seid dankbar für Krumen, eine Schale Wasser und einen trockenen Platz zum Verweilen. Nein, andere Mächte und Menschen – mit Wissen – trachten nach euren Werten, die der Herr für euch verwaltet. Seied ihm dankbar und lobt seine Weitsicht. Seine Fürsorge wird nie enden. Ein Herr löst den nächsten ab wie ein Mensch den nächsten ersetzen wird. Bleibt die treue Herde die ihr seid; denn nicht jeder kann Führer von allen werden.

Denn: Würdet ihr anfangen zu denken und euch selbst zu führen – ein jeder für sich und mit Gleichgesinnten – so wäre das Leben eures Herrn und aller Herren nichts mehr wert. Noch nicht einmal das kleine Fleckchen Erde zum Bepflanzen würde ihnen gegönnt. Wollt ihr es so beginnen lassen? ……….

………. Wenn ja, fangt endlich an!

Kategorien:Gedanken

Zur Information an meine Leser

15/06/2010 2 Kommentare

Wegen Krankheit werde ich auf unbestimmte Zeit wohl keine Artikel mehr veröffentlichen können.

Sollte ich mich aber einmal besser fühlen, werde ich auch in meinem Blog wieder aktiv. Dank an alle, die meinen Blog verlinkt haben und Dank an alle unermüdlichen Schreiber gegen dieses wahnsinnig gewordene System.

Kategorien:Gedanken

überleben

An was dürfen wir uns noch festhalten bei der langsam beginnenden Achterbahnfahrt ins gewollte Chaos? Dürfen wir uns überhaupt noch festhalten? Liefert nicht ein Sarrazin den Strick, dreht einem nicht ein Westerwelle die Arme auf den Rücken, bindet nicht ein Heinsohn die Knoten, um jede Möglichkeit eines Haltes zu verhindern?

Die Unterschicht aus Hartzern, Aufstockern, Minijobbern, Alleinerziehenden und Migranten ist der – noch – gebrauchte Feind der Nimmersatten. Der Feind, dessen Überleben vom Profit abhängt, dessen Vernichtung irgendwann aber vonnöten sein wird. Es wird in Deutschland unerträglich. Unerträglich – diese Hetze, unerträglich – diese Armut, unerträglich – dieser Reichtum, unerträglich – diese Gier!

Können Reichtümer die Menschen so verändern, daß menschliches zur Sünde wird? Wird – vermeintlich – uneingeschränkte Macht nicht irgendwann sich selbst zum größten, unbesiegbaren Feind? Vermutlich wird der Tod, des Menschen Endstation, gar nicht mehr wahrgenommen in der zügellosen Orgie des Lebens dieser antimenschlichen Geschöpfe. Vielleicht sind Partner, Kinder, Freunde nur wert, was sie an GeldWert darstellen. Vielleicht sind Duldung oder gar Zuneigung zu Personen nur lästige Makel aus der Zeit der eigenen Kindheit.

Was sagt mir meine eigene Seele? „Du bist was du bist aber du gehörst dir nicht„; und weil ich weiß, daß meine Seele dem gehört, der mich hat werden lassen, deshalb weiß ich auch, daß ich nie mir selbst, geschweige denn einem anderen Menschen gehören werde. Meine Seele ist nicht zu kaufen. Sie ist nicht einmal zu mieten. Ebensowenig kann ich sie verschenken. Gehöre ich deshalb zu den schlechten, den unterprivilegierten Menschen? Es ist wohl so – in der heutigen Welt. Die – wiederum vermeintlichen – Herren der Welt haben ihre Seelen verkauft, vielleicht sogar verschenkt – in der „falschen Gewissheit“ – achtzig oder auch hundert Jahre keinen Herrn über sich kennen zu müssen, in der „falschen Gewissheit„, ihr eigener Gott sein zu können.

Sie haben sich ihre Wahrheit erkauft und nicht erkannt, daß sie unter jeder Lage ihrer Millionen Scheine, unter jedem Stein ihrer Paläste am Ende ihres Lebens die Lüge finden werden; aber aus jedem Spiegel und aus jeder dreckigen Pfütze wird sie dann ein Fremder anschauen – die Wahrheit!

Was mich immer beschäftigt, ist: Wie kann man so leben, wie kann man so überhaupt existieren? Ist Leben nicht eher ein Geben für so viel, das man bekommen hat? Meine Krankheit hat meinen Körper zehn Jahre meiner Zeit gekostet aber meiner Seele das Leben geschenkt. Dafür bin ich dankbar. Ich brauchte nicht zu fragen warum ich? – die Antwort gaben mir viele Tränen an einem offenen Fenster im kalten Treppenhaus einer Klinik. Seit dieser Zeit bin ich auf dem Weg zu dem, der ich sein soll und der ich werden will.

Die Achterbahn ins Chaos wird mein gefesselter Körper vielleicht nicht überstehen – meine freie Seele aber wird leben – so oder so!

Kategorien:Gedanken

Manchmal muß man weg, um wieder anzukommen

04/03/2010 2 Kommentare

… ich bin wieder da.

Soldatengesetz
§ 9 Eid und feierliches Gelöbnis
(1) Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit haben folgenden Diensteid zu leisten:
„Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“
Der Eid kann auch ohne die Worte „so wahr mir Gott helfe“ geleistet werden. Gestattet ein Bundesgesetz den Mitgliedern einer Religionsgesellschaft, an Stelle der Worte „ich schwöre“ andere Beteuerungsformeln zu gebrauchen, so kann das Mitglied einer solchen Religionsgesellschaft diese Beteuerungsformel sprechen.
(2) Soldaten, die nach Maßgabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leisten, bekennen sich zu ihren Pflichten durch das folgende feierliche Gelöbnis:
„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

Nach dem Wortlaut des obigen Paragraphen könnte ein Einsatz der Bundeswehr im Innern angezeigt sein.  Im ganzen Innern? Nein, nur in Berlin – im Regierungsviertel. Diese Sätze könnte man – fast – ernst meinen, weil ja die Rechtsbrüche und die Freiheitsbeschneidung des deutschen Volkes durch die Regierung bekannt sind.

[…]und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen[…] – gegen wen? Bestimmt nicht gegen Afghanen am Hindukusch. Wenn man nicht wüßte, daß Armeen oft dazu neigen, Diktaturen zu installieren…..

Wie tief muß der Frust sitzen, muß die Zukunft ängstigen, um solche Gedanken zu denken? Wie groß muß die Verachtung, die Wut sein, um aus dem allem ein positives Ergebnis erhoffen zu wagen? Unsere Regierung schickt unsere Söhne und Töchter in einen sinnlosen und völkerrechtlich verbotenen Krieg. Es ist ihr egal, ob Deutsche und/oder Afghanen sterben. Es ist ihr egal, daß die Mehrheit des Volkes gegen diesen Krieg ist. Es ist ihr gleichgültig, daß damit erst der Terror in Deutschland möglich werden kann.

Diese Regierung schert sich einen Dreck um das Wohlergehen ihres Volkes, ihres Landes. Menschen sind Nummern, Kapital der Wirtschaft; aber Soldaten sind die Trümpfe in einem dreckigen, nicht gewinnbaren Spiel. Am Ende werden die Trümpfe gestochen – und zurück bleibt der Tod. Mal hier, mal dort – wie das Blatt gerade gemischt wurde. Väter zeugen, Mütter gebären und Eltern ziehen ihre Kinder groß – nur, um sie irgendwann in Einzelteilen zurückzubekommen?! Für nichts und wieder nichts! Rohstoffe, Geld, Macht und „Ansehen“ sind nichts gegen das Leben nur eines einzigen Menschen – ob Deutscher oder Afghane.

Daß Armeen nötig sind, ist für mich unbestritten; aber nur, um das eigene Volk zu schützen. Nicht, um andere Völker anzugreifen und auszuplündern. „Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen“ – auch dann nicht, wenn Amerika das fordert. Erst recht nicht, wenn man „Wer“ sein will in der Welt. Wer will denn „Wer“ sein? Die einfache Frau, der einfache Mann oder gar das kleine Kind – dessen Vater oder Mutter Deutschlands Ehre bis zum Tod in Afghanistan verteidigt haben?!

Niemals dachte ich daran, in einem Land leben zu müssen, dessen ich mich einmal schämen würde. Nie kam mir in den Sinn, Unrecht zu akzeptieren, nur um Macht zu ermöglichen. Wir sind alle keine Engel. Wir sind Menschen mit Fehlern; aber wir dürfen nicht zulassen, daß uns Teufel regieren.

[…]Bilden wir eine geistige Strömung aus jeder einzelnen Gedankenquelle dieser Republik. Hängen wir die Weissen Flaggen aus den Fenstern. Zeigen wir Flagge in den Fahrzeugen, Büros, stets ohne Beschädigung an Gebäuden befestigt, vielleicht nur auf der Größe eines Din A4 Blattes. Kleine Anstecker oder Plaketten können folgen, der Weisse Schal noch ein, zwei Monate zum langen Winter passen, doch danach folgt der Frühling und das Weisse Tuch. Stören wir in den Flaggen, Fahnen und Flächen das Weiss nicht durch weitere Zeichen oder Symbolik. Es steht für sich selbst.

Viele kennen diese alte Geschichte: Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“

Zeigen wir nun im 21.Jahrhundert den Mächten dieser Welt, dass wir nicht mehr Teil eines Imperiums, sondern das Volk einer freien und souveränen Republik sind, unabhängig und selbstbewusst gegenüber jedweder anderen Macht.

Gehen wir in den Frühling einer neuen Zeit. Bilden wir eine Weisse Strömung, die den Krieg hinweg spült und unsere Soldaten nach Hause trägt.

Allez, les enfants de la Republique!

Dieser Aufruf unterliegt keiner Urheberschaft und kann von jedem verbreitet oder gekürzt veröffentlicht werden, solange er nicht verfälscht wird.

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Einen schönen Sonntag, Herr Hahne

07/02/2010 2 Kommentare

Ach Peter Hahne, was sind Sie doch ein Heuchler! Sie schreiben – „Forscher und Facharbeiter, Ärzte und Handwerker ziehen zu Zehntausenden weg, weil die Schweiz, die USA oder Skandinavien bessere Bedingungen bieten“ – „Was läuft falsch bei uns, dass laut Allensbach-Umfrage jeder Fünfte am liebsten „Good Old Germany“ den Rücken kehren möchte?“

Ja, was läuft falsch bei uns? Wollen Sie das wirklich ernsthaft wissen? Ich sage Ihnen, es ist hoffnungslos. Ihnen, Herr Hahne, Wissen zu vermitteln ist in etwa so erfolgreich, wie Herrn Ackermann Demut abzuverlangen. Man sagt immer: „Alter schützt vor Torheit nicht“; aber, daß das Alter bei Ihnen, denn Sie sind ja auch nicht mehr der Jüngste, Dummheit derart ausweitet, habe ich selten gesehen. Obwohl, selten ist ja auch relativ. Sie, als studierter Theologe, dürften doch zumindest die zehn Gebote einmal kennengelernt haben. Was ist Ihnen daraus noch in Erinnerung? Was ist Ihnen denn überhaupt ein Mensch wert?

Mißt sich der Wert eines Menschen an seiner Ausbildung und seinem Status oder mißt sich der Wert eines Menschen an seinem sozialen Verhalten, an seinem humanen Umgang mit seinen Mitmenschen?

[…]„Es besteht die Gefahr, dass die Tüchtigen Deutschland verlassen, während die Chancenlosen bleiben, weil es nirgendwo ein vergleichbares Sozialsystem gibt.“[…]

Gibt es zu diesem Satz noch etwas zu sagen? Ja! Menschenverachtung pur!

Die Chancenlosen müssen bleiben, weil sie nie die Möglichkeit haben werden, dieses verachtenswerte „Sozialsystem“ zu verlassen. Sie müssen Verachtung, Hetze, Überheblichkeit, Fordern und Fördern, Gnadenbrot und Unfreiheit ertragen. Sie müssen solche Menschen wie Sie ertragen. Finden Sie das gerecht? Finden Sie es als gerecht, wenn ich als freier Mensch in diesem Lande aufgewachsen bin, daß ich jetzt diesem Lande meine Unfreiheit danken soll? War ich – und waren alle die Chancenlosen – immer nur Nutznießer dieses Systems oder haben wir auch unseren Teil dazu beigetragen, daß die heute Tüchtigen zu dem geworden sind was sie sind?

Wollen Sie, Herr Hahne, daß die heute Tüchtigen auch zu Chancenlosen werden, daß sie sich auch in diesem wunderbaren Sozialsystem einrichten?

[…] sollte bedenken: Er verdankt Kindheit und Jugend, Bildung und Ausbildung genau diesem „System“ und jenen Steuerzahlern, die anscheinend zu dumm waren, rechtzeitig abzuhauen. Jeder der 2009 in die Schweiz gewechselten 3100 Ärzte hat die deutschen Sozialkassen und den öffentlichen Haushalt rund eine Million Euro gekostet […]

Welch eine Arroganz, welch ein Zynismus! Was kosten uns unfähige Politiker, gierige Banker, Sinn(lose) Professoren, die sich nur dem Mammon andienen, für die Menschen nur einen Wert haben, der sich als Rendite definiert? Um in der Gesellschaft ganz oben zu sein, muß man wohl in seelischen Abgründen seine Heimat haben.

[…]“Besonders dreist finde ich es, wenn Rentner hochmütig über Deutschland jammern und sich im warmen Süden ein schönes Leben machen, um reumütig zurückzukommen, wenn sie unsere Hochleistungsmedizin oder unser Pflegesystem brauchen“[…] – diese senilen, altersschwachen Gestalten – was bilden die sich nur ein? Reicht es nicht, daß sie ein Leben lang für ihr Land gebuckelt haben? Sollen die jetzt auch noch in Saus und Braus ihr „Altersgeschenk“ im Ausland verbraten dürfen, um anschließend ihre selbst bezahlte Pflegeversicherung in Anspruch zu nehmen? Herzschrittmacher und künstliche Hüftgelenke, schei.. Medizin – wenn überhaupt – dann doch nur für deutsche Rentner in Deutschland.

Ach, Herr Hahne. Irgendwo bedauere ich Sie – mehr noch, als ich Sie verabscheue. Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen unsere Zukunft. Seien Sie gewiß, sie wird kommen!

Kategorien:Gedanken