Jeder Tag ist einer zuviel

Arbeits- und Erfindungsministerin – kurz: Arbeitserfindungsministerin – Uschi v. d. L. will doch tatsächlich den Edelmetallschatz des Alters heben und zu neuem Glanze führen. Sie meinte: „Schon Udo Jürgens wußte, daß –  mit 66 Jahren, da fängt das Leben an – und heute kann er zwar nicht mehr singen, ist aber seine eigene Sekretärin und sein eigener Selfmadeeventmanager.“ Ja, die Uschi, was die wohl mit 66 Jahren machen wird, wenn sie als Toppolitikerin ausgediehnt hat? Ich hätte da was für sie. Lazarettmanagerin bei der BW in Afghanistan – mit Schwesternhelferinnenlehrgang.

Die ausgedienten Dachdecker, Maurer, Eisenflechter, Putzfrauen, Metzgereifachverkäuferinnen, Stahlgießer, Bergleute etc. kann sie dann gleich mitnehmen nach Afghanistan als Flakhelfer, Munitionsausgeber und Latrinenpersonal. Rente muß sich wieder lohnen; denn nur wer gibt, und sollte es nur das eigene Leben sein, darf auch ruhigen Gewissens nehmen.

Dieses Fehlkon****kt eines Menschen ist sich ihrer eigenen Dummheit absolut nicht bewußt. Sie hält ihre widerlichen Wortergüsse wohl für elitäre Evolutionssprünge. Sie verkennt nur eines: Auch diese dusselige K*h wird mal alt und sie wird sich dann ihr verschmiertes Makeup aus den Falten kratzen müssen. Vielleicht darf ihr dann sogar alle sechs Monate ein neuer Zivi die Windeln wechseln und den Sabber von ihrer, dann hoffentlich stummen Fr***e, abwischen.

Wieder sind in Afghanistan 4 deutsche Soldaten umgekommen und wieder mal durch einen feigen, hinterhältigen Angriff, so unser Frank-Walter Steinmeier. Und Westerwelle meinte, der Raketenangriff traf nicht nur die Soldaten, sondern alle Deutschen. Würden diese Parasiten doch einfach nur ihr Maul halten, anstatt diese Betroffenheit so unverhüllt zu heucheln. Es lag und liegt nur an ihnen, diesen perversen und sinnlosen Tod von Menschen künftig zu verhindern. Aber nein, man will mehr neues und auch schweres Gerät nach Afghanistan liefern. Neue Waffen, schwere Waffen – zum Brunnenbohren, Brückenbauen, Schulen errichten, Polizisten ausbilden und das korrupte Land endlich seinem wohlverdienten aber nicht zu erreichenden Frieden zuführen.

Wenn jetzt die Regierung von Krieg in Afghanistan spricht, ist das Mandat zum Wiederaufbau und zur Stabilisierung endgültig Makulatur geworden. Jetzt müßte der Bundestag einen Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan genehmigen. Ohne Grundgesetzänderung ist das meines Wissens aber nicht zu machen. All die vorgeschobenen Argumente, wie Bündnisfall und Abwehr von Terror sind Konstrukte, die mit der Wahrheit nichts zu tun haben.

Deutschland befindet sich im Krieg! In einem vom Völkerrecht und vom Grundgesetz nicht legitimierten Krieg. Wie dies zu bewerten ist, weiß ein Jeder.

Die deutsche Regierung muß ihre Soldaten aus Afghanistan abziehen, bevor noch mehr Menschen sterben – für nichts als Macht, Gier und Geld.

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Leben – und sterben lassen

10/04/2010 1 Kommentar

Hollywood in Selsingen. Ganz großes Kino lieferten Merkel und zu Guttenberg in Selsingen ab. […] „Ich verneige mich vor Ihnen, Deutschland verneigt sich vor Ihnen“, […] so Merkel – Dramatik pur, Heuchelei in Reinkultur!

Obwohl fast 80% der Deutschen gegen diesen Krieg sind, glaube ich, daß ein großer Teil dieser 80% sich wirklich verneigt. Sich verneigt vor Menschen, die sinnloser nicht sterben konnten. Jeder Krieg ist sinnlos, nur ein Geschäft für wenige – aber Alptraum und Tod für viele. 39 deutsche Soldaten sind in einem Land gestorben, das so ganz verschieden ist von ihrer Heimat. Dessen Menschen so ganz anders sind als die Menschen in Deutschland. Es sind Menschen ganz anderer Denk- und Lebensweisen – und sie werden seit dreißig Jahren benutzt. Seit dreißig Jahren leben diese Menschen in einer permanenten Spannungssituation, hofiert von den Einen und bekämpft von den Anderen. Je nach Nutzen oder Schaden kehrt sich die Situation um – immer und immer wieder.

Diese Menschen haben das Pech, daß sie in materieller Armut leben. Ihr Land ist reich; reich an Bodenschätzen und reich durch seine Lage. Und genau dies macht sie so verwundbar. Sie wurden zum Spielball des Kapitals, zum Absatzmarkt der Rüstungsindustrie und zu Bauernopfern der Politik – der 1ten Welt, von Ost und West.

Dann stellt sich eine kinderlose Bundeskanzlerin vor Angehörige und verneigt sich vor den Opfern, die sie selbst zu verantworten hat. Sie verneigt sich vor Menschen, die sie selbst in den Tod geschickt hat, die alle noch leben könnten, wenn sie nicht so gierig wäre. Gierig nach Macht und gierig nach Anerkennung. Viele Afghanen mußten ebenfalls sterben, weil es so viele machtgierige Merkels, Bushs, Obamas, Sarkozys, Browns, Breschnews und Androprows auf dieser Welt gibt und gab. Die Liste ist noch lange nicht vollständig.

Kann jemand, der keine Kinder hat, überhaupt nachempfinden wie es ist, ein Kind zu verlieren? Selbst jemand der Kinder hat, wird nie die Trauer der Betroffenen ganz ermessen können.

Weiß ein acht oder neunjähriges Mädchen, was ein Held ist? Kann ein Kind etwas mit diesem Wort anfangen? Zu Guttenbergs Tochter weiß das. […] Auf die Frage seiner Tochter, ob die drei Soldaten Helden seien und ob sie stolz auf sie sein dürfe, habe er kürzlich „nicht politisch, sondern ganz einfach mit Ja geantwortet“ […] Geht zu Guttenbergs Tochter auf eine preußische Kadettenakademie oder lernt man in der Grundschule was Helden sind? Hier hat zu Guttenberg einfach nur einen Dummspruch abgelassen; auf einer Trauerfeier für gefallene gestorbene Menschen, die zum Teil selbst Väter waren.

Ganz großes Kino in Selsingen. Oscarreife Darstellung von Trauer für viel zu kurze Leben. Ich verleihe unseren zwei trauernden Politdarstellern den „Goldenen Münchhausen mit Eichenlaub, Schwertern und Diamanten“.

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So nicht – wirklich nicht!

Jetzt hat Deutschland endlich auch seinen: „Yes, We can!“. Sigmar Gabriel Obama – unser neuer Stern am Firmament der Gebeutelten. Die leuchtende Birne in asozialen Abgründen. In einem zornigen Interview in der WELT ONLINE propagiert der neue SPD-Heilsbringer eine Börsenumsatzsteuer, damit endlich Die die Schulden zahlen, die der Staat für Sie aufnehmen mußte – die Investmentbanken. Man überlegt, so Gabriel, die Bürger Europas zu einer Million Unterschriften zu bewegen, damit sich das Europäische Parlament der Sache annimmt – vorausgesetzt, die Regierungen schaffen das nicht alleine.

„Bürger der EU – zeigt endlich Gesicht und bekennt Farbe. Zeigt den Eliten, wo’s lang geht!“

Die SPD „brennt“ für Fairness und Gerechtigkeit. Sie „brennt“ sogar vor Zorn, weil die Freiheit des Einzelnen und die Verantwortung füreinander und das Gemeinwohl gegeneinander ausgespielt werden. Bei dieser ganzen „Brennerei“ hat die SPD leider noch nicht gemerkt, daß sie schon lange abgeraucht ist. Sie hat seit Schröder die Finanzmärkte dereguliert, Heuschrecken ins Land geholt, Leiharbeit und den Niedriglohnsektor ausgebaut – Gewerkschaften gezähmt und Noch-Arbeiter gegen Arbeitslose ausgespielt. Sie hat eine Unterschicht geschaffen, um Löhne zu drücken und Gewinne der Unternehmen ins Unermessliche steigen zu lassen.

Diese SPD brennt nicht mehr – und sie wird nicht mehr brennen – schon gar nicht für die Arbeiter und Ex-Arbeiter.

Es ist der reine Hohn, wenn Gabriel von einer Lumpen-Elite spricht. Es ist seine Angst, selbst nicht mehr zur (Lumpen)-Elite dazuzugehören. Wie kann er heute das verteufeln, wofür er gestern noch stand? Wie oft haben ihm und seiner Partei die LINKEn paßgenaue Flanken zugespielt und wie oft haben er und seine Partei diese Bälle ins Leere laufen lassen. Gegen ihre eigene Mindestlohnforderung haben sie im Bundestag gestimmt. Nimmt man so einer Partei und ihren vermeintlichen Wendehälsen die jetzige Empörung ab? Fast hab ich’s vergessen – es wird ja wieder gewählt – in NRW. Da denk ich doch gleich an Müntefering: Es ist unanständig, Parteien an ihre Wahlversprechen zu erinnern – so in etwa die Aussage des geborenen Sozialdemokraten.

Daß Gabriel es für unanständig von christlichen und liberalen Parteien hält, daß sie Armutslöhne dulden und gar subventionieren, ist ja fast schon die Krone geistiger Abstinenz. Unter Führung der SPD und der Grünen hat diese ganze Armutsspirale doch erst richtig Fahrt aufgenommen. Man hat doch ganz bewußt den Mittelstand den Finanzhaien geopfert und ganz bewußt die Verarmung der Bevölkerung in Kauf genommen. Gabriel sollte dringendst Gingko-Präparate und Knoblauchpillen zu sich nehmen, bevor der letzte Rest geistiger Regung verloren geht.

Wenn Gabriel jetzt die vielen vorhandenen Säue durchs Dorf treiben will, wie er so schön sagt, dann soll er erst einmal die vielen Säue in der eigenen Partei zum Schlachter bringen und sich selbst nicht ausnehmen. Vielleicht könnte eine runderneuerte SPD wieder – irgendwann – nach langer politischer Askese zu sozialen Taten schreiten. Vielleicht, irgendwann!

Was heute, als SPD, die Regierung angreift, ist nichts weiter als ein falscher Pudel mit Skorbut. Gabriel und seine Führungsmannen verspielen zur Zeit auch noch den allerletzten Rest an Glaubwürdigkeit. Maul halten, in sich gehen und mit allen, die etwas hin zu mehr Gerechtigkeit ändern wollen zusammenarbeiten – das wäre ein Neubeginn – ein glaubwürdiger Neubeginn!

Kategorien:Politik

überleben

An was dürfen wir uns noch festhalten bei der langsam beginnenden Achterbahnfahrt ins gewollte Chaos? Dürfen wir uns überhaupt noch festhalten? Liefert nicht ein Sarrazin den Strick, dreht einem nicht ein Westerwelle die Arme auf den Rücken, bindet nicht ein Heinsohn die Knoten, um jede Möglichkeit eines Haltes zu verhindern?

Die Unterschicht aus Hartzern, Aufstockern, Minijobbern, Alleinerziehenden und Migranten ist der – noch – gebrauchte Feind der Nimmersatten. Der Feind, dessen Überleben vom Profit abhängt, dessen Vernichtung irgendwann aber vonnöten sein wird. Es wird in Deutschland unerträglich. Unerträglich – diese Hetze, unerträglich – diese Armut, unerträglich – dieser Reichtum, unerträglich – diese Gier!

Können Reichtümer die Menschen so verändern, daß menschliches zur Sünde wird? Wird – vermeintlich – uneingeschränkte Macht nicht irgendwann sich selbst zum größten, unbesiegbaren Feind? Vermutlich wird der Tod, des Menschen Endstation, gar nicht mehr wahrgenommen in der zügellosen Orgie des Lebens dieser antimenschlichen Geschöpfe. Vielleicht sind Partner, Kinder, Freunde nur wert, was sie an GeldWert darstellen. Vielleicht sind Duldung oder gar Zuneigung zu Personen nur lästige Makel aus der Zeit der eigenen Kindheit.

Was sagt mir meine eigene Seele? „Du bist was du bist aber du gehörst dir nicht„; und weil ich weiß, daß meine Seele dem gehört, der mich hat werden lassen, deshalb weiß ich auch, daß ich nie mir selbst, geschweige denn einem anderen Menschen gehören werde. Meine Seele ist nicht zu kaufen. Sie ist nicht einmal zu mieten. Ebensowenig kann ich sie verschenken. Gehöre ich deshalb zu den schlechten, den unterprivilegierten Menschen? Es ist wohl so – in der heutigen Welt. Die – wiederum vermeintlichen – Herren der Welt haben ihre Seelen verkauft, vielleicht sogar verschenkt – in der „falschen Gewissheit“ – achtzig oder auch hundert Jahre keinen Herrn über sich kennen zu müssen, in der „falschen Gewissheit„, ihr eigener Gott sein zu können.

Sie haben sich ihre Wahrheit erkauft und nicht erkannt, daß sie unter jeder Lage ihrer Millionen Scheine, unter jedem Stein ihrer Paläste am Ende ihres Lebens die Lüge finden werden; aber aus jedem Spiegel und aus jeder dreckigen Pfütze wird sie dann ein Fremder anschauen – die Wahrheit!

Was mich immer beschäftigt, ist: Wie kann man so leben, wie kann man so überhaupt existieren? Ist Leben nicht eher ein Geben für so viel, das man bekommen hat? Meine Krankheit hat meinen Körper zehn Jahre meiner Zeit gekostet aber meiner Seele das Leben geschenkt. Dafür bin ich dankbar. Ich brauchte nicht zu fragen warum ich? – die Antwort gaben mir viele Tränen an einem offenen Fenster im kalten Treppenhaus einer Klinik. Seit dieser Zeit bin ich auf dem Weg zu dem, der ich sein soll und der ich werden will.

Die Achterbahn ins Chaos wird mein gefesselter Körper vielleicht nicht überstehen – meine freie Seele aber wird leben – so oder so!

Kategorien:Gedanken

Manchmal muß man weg, um wieder anzukommen

04/03/2010 2 Kommentare

… ich bin wieder da.

Soldatengesetz
§ 9 Eid und feierliches Gelöbnis
(1) Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit haben folgenden Diensteid zu leisten:
„Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“
Der Eid kann auch ohne die Worte „so wahr mir Gott helfe“ geleistet werden. Gestattet ein Bundesgesetz den Mitgliedern einer Religionsgesellschaft, an Stelle der Worte „ich schwöre“ andere Beteuerungsformeln zu gebrauchen, so kann das Mitglied einer solchen Religionsgesellschaft diese Beteuerungsformel sprechen.
(2) Soldaten, die nach Maßgabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leisten, bekennen sich zu ihren Pflichten durch das folgende feierliche Gelöbnis:
„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

Nach dem Wortlaut des obigen Paragraphen könnte ein Einsatz der Bundeswehr im Innern angezeigt sein.  Im ganzen Innern? Nein, nur in Berlin – im Regierungsviertel. Diese Sätze könnte man – fast – ernst meinen, weil ja die Rechtsbrüche und die Freiheitsbeschneidung des deutschen Volkes durch die Regierung bekannt sind.

[…]und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen[…] – gegen wen? Bestimmt nicht gegen Afghanen am Hindukusch. Wenn man nicht wüßte, daß Armeen oft dazu neigen, Diktaturen zu installieren…..

Wie tief muß der Frust sitzen, muß die Zukunft ängstigen, um solche Gedanken zu denken? Wie groß muß die Verachtung, die Wut sein, um aus dem allem ein positives Ergebnis erhoffen zu wagen? Unsere Regierung schickt unsere Söhne und Töchter in einen sinnlosen und völkerrechtlich verbotenen Krieg. Es ist ihr egal, ob Deutsche und/oder Afghanen sterben. Es ist ihr egal, daß die Mehrheit des Volkes gegen diesen Krieg ist. Es ist ihr gleichgültig, daß damit erst der Terror in Deutschland möglich werden kann.

Diese Regierung schert sich einen Dreck um das Wohlergehen ihres Volkes, ihres Landes. Menschen sind Nummern, Kapital der Wirtschaft; aber Soldaten sind die Trümpfe in einem dreckigen, nicht gewinnbaren Spiel. Am Ende werden die Trümpfe gestochen – und zurück bleibt der Tod. Mal hier, mal dort – wie das Blatt gerade gemischt wurde. Väter zeugen, Mütter gebären und Eltern ziehen ihre Kinder groß – nur, um sie irgendwann in Einzelteilen zurückzubekommen?! Für nichts und wieder nichts! Rohstoffe, Geld, Macht und „Ansehen“ sind nichts gegen das Leben nur eines einzigen Menschen – ob Deutscher oder Afghane.

Daß Armeen nötig sind, ist für mich unbestritten; aber nur, um das eigene Volk zu schützen. Nicht, um andere Völker anzugreifen und auszuplündern. „Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen“ – auch dann nicht, wenn Amerika das fordert. Erst recht nicht, wenn man „Wer“ sein will in der Welt. Wer will denn „Wer“ sein? Die einfache Frau, der einfache Mann oder gar das kleine Kind – dessen Vater oder Mutter Deutschlands Ehre bis zum Tod in Afghanistan verteidigt haben?!

Niemals dachte ich daran, in einem Land leben zu müssen, dessen ich mich einmal schämen würde. Nie kam mir in den Sinn, Unrecht zu akzeptieren, nur um Macht zu ermöglichen. Wir sind alle keine Engel. Wir sind Menschen mit Fehlern; aber wir dürfen nicht zulassen, daß uns Teufel regieren.

[…]Bilden wir eine geistige Strömung aus jeder einzelnen Gedankenquelle dieser Republik. Hängen wir die Weissen Flaggen aus den Fenstern. Zeigen wir Flagge in den Fahrzeugen, Büros, stets ohne Beschädigung an Gebäuden befestigt, vielleicht nur auf der Größe eines Din A4 Blattes. Kleine Anstecker oder Plaketten können folgen, der Weisse Schal noch ein, zwei Monate zum langen Winter passen, doch danach folgt der Frühling und das Weisse Tuch. Stören wir in den Flaggen, Fahnen und Flächen das Weiss nicht durch weitere Zeichen oder Symbolik. Es steht für sich selbst.

Viele kennen diese alte Geschichte: Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“

Zeigen wir nun im 21.Jahrhundert den Mächten dieser Welt, dass wir nicht mehr Teil eines Imperiums, sondern das Volk einer freien und souveränen Republik sind, unabhängig und selbstbewusst gegenüber jedweder anderen Macht.

Gehen wir in den Frühling einer neuen Zeit. Bilden wir eine Weisse Strömung, die den Krieg hinweg spült und unsere Soldaten nach Hause trägt.

Allez, les enfants de la Republique!

Dieser Aufruf unterliegt keiner Urheberschaft und kann von jedem verbreitet oder gekürzt veröffentlicht werden, solange er nicht verfälscht wird.

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Einen schönen Sonntag, Herr Hahne

07/02/2010 2 Kommentare

Ach Peter Hahne, was sind Sie doch ein Heuchler! Sie schreiben – „Forscher und Facharbeiter, Ärzte und Handwerker ziehen zu Zehntausenden weg, weil die Schweiz, die USA oder Skandinavien bessere Bedingungen bieten“ – „Was läuft falsch bei uns, dass laut Allensbach-Umfrage jeder Fünfte am liebsten „Good Old Germany“ den Rücken kehren möchte?“

Ja, was läuft falsch bei uns? Wollen Sie das wirklich ernsthaft wissen? Ich sage Ihnen, es ist hoffnungslos. Ihnen, Herr Hahne, Wissen zu vermitteln ist in etwa so erfolgreich, wie Herrn Ackermann Demut abzuverlangen. Man sagt immer: „Alter schützt vor Torheit nicht“; aber, daß das Alter bei Ihnen, denn Sie sind ja auch nicht mehr der Jüngste, Dummheit derart ausweitet, habe ich selten gesehen. Obwohl, selten ist ja auch relativ. Sie, als studierter Theologe, dürften doch zumindest die zehn Gebote einmal kennengelernt haben. Was ist Ihnen daraus noch in Erinnerung? Was ist Ihnen denn überhaupt ein Mensch wert?

Mißt sich der Wert eines Menschen an seiner Ausbildung und seinem Status oder mißt sich der Wert eines Menschen an seinem sozialen Verhalten, an seinem humanen Umgang mit seinen Mitmenschen?

[…]„Es besteht die Gefahr, dass die Tüchtigen Deutschland verlassen, während die Chancenlosen bleiben, weil es nirgendwo ein vergleichbares Sozialsystem gibt.“[…]

Gibt es zu diesem Satz noch etwas zu sagen? Ja! Menschenverachtung pur!

Die Chancenlosen müssen bleiben, weil sie nie die Möglichkeit haben werden, dieses verachtenswerte „Sozialsystem“ zu verlassen. Sie müssen Verachtung, Hetze, Überheblichkeit, Fordern und Fördern, Gnadenbrot und Unfreiheit ertragen. Sie müssen solche Menschen wie Sie ertragen. Finden Sie das gerecht? Finden Sie es als gerecht, wenn ich als freier Mensch in diesem Lande aufgewachsen bin, daß ich jetzt diesem Lande meine Unfreiheit danken soll? War ich – und waren alle die Chancenlosen – immer nur Nutznießer dieses Systems oder haben wir auch unseren Teil dazu beigetragen, daß die heute Tüchtigen zu dem geworden sind was sie sind?

Wollen Sie, Herr Hahne, daß die heute Tüchtigen auch zu Chancenlosen werden, daß sie sich auch in diesem wunderbaren Sozialsystem einrichten?

[…] sollte bedenken: Er verdankt Kindheit und Jugend, Bildung und Ausbildung genau diesem „System“ und jenen Steuerzahlern, die anscheinend zu dumm waren, rechtzeitig abzuhauen. Jeder der 2009 in die Schweiz gewechselten 3100 Ärzte hat die deutschen Sozialkassen und den öffentlichen Haushalt rund eine Million Euro gekostet […]

Welch eine Arroganz, welch ein Zynismus! Was kosten uns unfähige Politiker, gierige Banker, Sinn(lose) Professoren, die sich nur dem Mammon andienen, für die Menschen nur einen Wert haben, der sich als Rendite definiert? Um in der Gesellschaft ganz oben zu sein, muß man wohl in seelischen Abgründen seine Heimat haben.

[…]“Besonders dreist finde ich es, wenn Rentner hochmütig über Deutschland jammern und sich im warmen Süden ein schönes Leben machen, um reumütig zurückzukommen, wenn sie unsere Hochleistungsmedizin oder unser Pflegesystem brauchen“[…] – diese senilen, altersschwachen Gestalten – was bilden die sich nur ein? Reicht es nicht, daß sie ein Leben lang für ihr Land gebuckelt haben? Sollen die jetzt auch noch in Saus und Braus ihr „Altersgeschenk“ im Ausland verbraten dürfen, um anschließend ihre selbst bezahlte Pflegeversicherung in Anspruch zu nehmen? Herzschrittmacher und künstliche Hüftgelenke, schei.. Medizin – wenn überhaupt – dann doch nur für deutsche Rentner in Deutschland.

Ach, Herr Hahne. Irgendwo bedauere ich Sie – mehr noch, als ich Sie verabscheue. Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen unsere Zukunft. Seien Sie gewiß, sie wird kommen!

Kategorien:Gedanken

Ende offen…

„Es ist wohl an der Zeit, dem Klima endlich eine eindeutige Richtung zu geben“ – so, gut unterichtete GKreise um Al Gore, IPCC und Merkel. Der erste Jahrhundertwinter des neuen Jahrtausends ist so garnicht im Sinne der verordneten Klimaerwärmung. Weil der Nordpol und das bischen drumherum schmilzt, müssen sich die Luftmassen über dem nun fast Badewassertemperaturtauglichen Nordmeer zwangsläufig und unumstößlich erwärmen. So jedenfalls lt. Expertenmeinung in der BILD.

Bei solchen Schlagzeilen beschleicht mich immer wieder das Gefühl, ein Opfer meiner eigenen Unzulänglichkeit zu sein. Wieso bin ich nicht darauf gekommen? Wieso sagt mir mein, sonst offensichtlich, tauglicher Verstand nicht solche Wahrheiten? Warme Luftmassen aus dem kapitalistischen Westen, sonst eher die turbulentere Sorte der Winde, können sich gegen die kalten Luftmassen aus dem postkommunistischen Eurasien nicht durchsetzen. Dadurch, und nur dadurch wird es bei uns kälter, schneereicher und wirklich ungemütlich. Vielleicht der Beginn eines umwälzenden Politikums?

Gut, nur meine Theorie; aber…!

1953 war mein Geburtsjahr. Ich kann mich noch gut erinnern – nein, nicht an meine Geburt – aber als Kind und Jugendlicher öfter solche sibirischen Winter erlebt zu haben. Sie gehörten quasi dazu. Genau wie heiße Sommer – alles normal eben. Heute brauchen wir Experten, die uns das Wetter erklären wollen, früher fragten wir Opa. Und der lag selten daneben. Die Zeit ändert sich und Wissen ist heute oft mehr ein Raten als gesicherte Tatsache.


850 zusätzliche Soldaten
nach Afghanistan und vielleicht noch Millionen Euro, um Taliban zu bekehren. Bekehren von was? Bekehren von ihrer Wut gegen ausländische, illegitime Besatzer? Ein Land, ein Volk, das 30 Jahre mal von dem und mal von jemand anderem benutzt wurde und wird, braucht keine Missionare. Es braucht Ruhe und einen Frieden, die/den es sich selbst schafft. Die westliche Welt hat dort nichts verloren – aber wohl viel zu suchen – vor allem Rohstoffhandelswege. Und wenn man schon mal da ist, ist man auch schnell im Iran. Diesem Schurkenstaat gehört endlich unser Wille aufgezwungen. Israel, die USA und Merkel wollen das so.

Ahmadinedschad ist kein Demokrat, genauso wenig wie Netanjahu, Obama oder Merkel. Er hat keine Atomwaffen aber er hat Öl. Öl und eine Lage, die Gold wert sind. Sollen dort wieder Menschen sterben, um rücksichtslos Geld zu scheffeln? Die drei oben genannten ?Guten? sollen erst einmal lernen, die Menschen in ihren Ländern zu achten und halbwegs Rechte zu schaffen, die allen zugute kommen. In Israel regiert die Überheblichkeit, in den USA die Gier und in Deutschland die Dummheit. Alles gute Grundlagen, um die Welt mit Gewalt besser? zu machen.

Deutschlands Unterschicht wächst! Als Laienexperte würde ich mal sagen, daß schon 10% bis 12% unserer Landsleute dazu gehören. Eine – besser – nicht zu ignorierende Größe! Ist die Politik, ist die Wirtschaft so realitätsfremd oder von sich überzeugt, daß sie das bewußt geschaffene Elend nicht sehen wollen? Sie müssen doch aus der Geschichte der Menschheit wissen, wo das enden wird. Es ist natürlich nicht jedermanns Sache, sich für Geschichte vom Anbeginn zu interessieren, sich mit frühen Kulturen und Weltreichen zu befassen. Nur, eine gewisse Ahnung sollte bei Staatslenkern doch vorhanden sein.

Wenn diese Damen und Herren der Eliten aber nur die letzten drei Jahrhunderte betrachten, dann dürfte das Wissen des Untergangs von Sklavereiauch unter anderem Namen – doch gegeben sein. Müssen Kriege und Unfreiheit wirklich sein? Ist der Mensch nicht nur doch das schlechtere Tier? Die Geschichte des Geldes, das Zustandekommen von Macht und die Manipulation der Menschen ist eine fast unendliche und überaus lehrreiche Geschichte für den, der lernen will. Hätte der einfache Soldat, der einfache Beamte, der einfache Arbeiter, der einfache Mensch überhaupt den Mut, NEIN zu sagen, dann würde sich die Geschichte wenden. Dann, und NUR dann!

Ich hoffe, daß sich die Blätter der guten Geschichte endlich füllen, damit wir die Blätter der schlechten Geschichte erkennen und ihnen nie mehr eine Zeile hinzufügen müssen.

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