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Leben – und sterben lassen

Hollywood in Selsingen. Ganz großes Kino lieferten Merkel und zu Guttenberg in Selsingen ab. […] „Ich verneige mich vor Ihnen, Deutschland verneigt sich vor Ihnen“, […] so Merkel – Dramatik pur, Heuchelei in Reinkultur!

Obwohl fast 80% der Deutschen gegen diesen Krieg sind, glaube ich, daß ein großer Teil dieser 80% sich wirklich verneigt. Sich verneigt vor Menschen, die sinnloser nicht sterben konnten. Jeder Krieg ist sinnlos, nur ein Geschäft für wenige – aber Alptraum und Tod für viele. 39 deutsche Soldaten sind in einem Land gestorben, das so ganz verschieden ist von ihrer Heimat. Dessen Menschen so ganz anders sind als die Menschen in Deutschland. Es sind Menschen ganz anderer Denk- und Lebensweisen – und sie werden seit dreißig Jahren benutzt. Seit dreißig Jahren leben diese Menschen in einer permanenten Spannungssituation, hofiert von den Einen und bekämpft von den Anderen. Je nach Nutzen oder Schaden kehrt sich die Situation um – immer und immer wieder.

Diese Menschen haben das Pech, daß sie in materieller Armut leben. Ihr Land ist reich; reich an Bodenschätzen und reich durch seine Lage. Und genau dies macht sie so verwundbar. Sie wurden zum Spielball des Kapitals, zum Absatzmarkt der Rüstungsindustrie und zu Bauernopfern der Politik – der 1ten Welt, von Ost und West.

Dann stellt sich eine kinderlose Bundeskanzlerin vor Angehörige und verneigt sich vor den Opfern, die sie selbst zu verantworten hat. Sie verneigt sich vor Menschen, die sie selbst in den Tod geschickt hat, die alle noch leben könnten, wenn sie nicht so gierig wäre. Gierig nach Macht und gierig nach Anerkennung. Viele Afghanen mußten ebenfalls sterben, weil es so viele machtgierige Merkels, Bushs, Obamas, Sarkozys, Browns, Breschnews und Androprows auf dieser Welt gibt und gab. Die Liste ist noch lange nicht vollständig.

Kann jemand, der keine Kinder hat, überhaupt nachempfinden wie es ist, ein Kind zu verlieren? Selbst jemand der Kinder hat, wird nie die Trauer der Betroffenen ganz ermessen können.

Weiß ein acht oder neunjähriges Mädchen, was ein Held ist? Kann ein Kind etwas mit diesem Wort anfangen? Zu Guttenbergs Tochter weiß das. […] Auf die Frage seiner Tochter, ob die drei Soldaten Helden seien und ob sie stolz auf sie sein dürfe, habe er kürzlich „nicht politisch, sondern ganz einfach mit Ja geantwortet“ […] Geht zu Guttenbergs Tochter auf eine preußische Kadettenakademie oder lernt man in der Grundschule was Helden sind? Hier hat zu Guttenberg einfach nur einen Dummspruch abgelassen; auf einer Trauerfeier für gefallene gestorbene Menschen, die zum Teil selbst Väter waren.

Ganz großes Kino in Selsingen. Oscarreife Darstellung von Trauer für viel zu kurze Leben. Ich verleihe unseren zwei trauernden Politdarstellern den „Goldenen Münchhausen mit Eichenlaub, Schwertern und Diamanten“.

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Kategorien:Politik Schlagwörter: , ,
  1. bojenberg
    12/04/2010 um 23:19

    sind nicht bald wahlen irgendwo? bigottes heuchlerpack!

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