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überleben

An was dürfen wir uns noch festhalten bei der langsam beginnenden Achterbahnfahrt ins gewollte Chaos? Dürfen wir uns überhaupt noch festhalten? Liefert nicht ein Sarrazin den Strick, dreht einem nicht ein Westerwelle die Arme auf den Rücken, bindet nicht ein Heinsohn die Knoten, um jede Möglichkeit eines Haltes zu verhindern?

Die Unterschicht aus Hartzern, Aufstockern, Minijobbern, Alleinerziehenden und Migranten ist der – noch – gebrauchte Feind der Nimmersatten. Der Feind, dessen Überleben vom Profit abhängt, dessen Vernichtung irgendwann aber vonnöten sein wird. Es wird in Deutschland unerträglich. Unerträglich – diese Hetze, unerträglich – diese Armut, unerträglich – dieser Reichtum, unerträglich – diese Gier!

Können Reichtümer die Menschen so verändern, daß menschliches zur Sünde wird? Wird – vermeintlich – uneingeschränkte Macht nicht irgendwann sich selbst zum größten, unbesiegbaren Feind? Vermutlich wird der Tod, des Menschen Endstation, gar nicht mehr wahrgenommen in der zügellosen Orgie des Lebens dieser antimenschlichen Geschöpfe. Vielleicht sind Partner, Kinder, Freunde nur wert, was sie an GeldWert darstellen. Vielleicht sind Duldung oder gar Zuneigung zu Personen nur lästige Makel aus der Zeit der eigenen Kindheit.

Was sagt mir meine eigene Seele? „Du bist was du bist aber du gehörst dir nicht„; und weil ich weiß, daß meine Seele dem gehört, der mich hat werden lassen, deshalb weiß ich auch, daß ich nie mir selbst, geschweige denn einem anderen Menschen gehören werde. Meine Seele ist nicht zu kaufen. Sie ist nicht einmal zu mieten. Ebensowenig kann ich sie verschenken. Gehöre ich deshalb zu den schlechten, den unterprivilegierten Menschen? Es ist wohl so – in der heutigen Welt. Die – wiederum vermeintlichen – Herren der Welt haben ihre Seelen verkauft, vielleicht sogar verschenkt – in der „falschen Gewissheit“ – achtzig oder auch hundert Jahre keinen Herrn über sich kennen zu müssen, in der „falschen Gewissheit„, ihr eigener Gott sein zu können.

Sie haben sich ihre Wahrheit erkauft und nicht erkannt, daß sie unter jeder Lage ihrer Millionen Scheine, unter jedem Stein ihrer Paläste am Ende ihres Lebens die Lüge finden werden; aber aus jedem Spiegel und aus jeder dreckigen Pfütze wird sie dann ein Fremder anschauen – die Wahrheit!

Was mich immer beschäftigt, ist: Wie kann man so leben, wie kann man so überhaupt existieren? Ist Leben nicht eher ein Geben für so viel, das man bekommen hat? Meine Krankheit hat meinen Körper zehn Jahre meiner Zeit gekostet aber meiner Seele das Leben geschenkt. Dafür bin ich dankbar. Ich brauchte nicht zu fragen warum ich? – die Antwort gaben mir viele Tränen an einem offenen Fenster im kalten Treppenhaus einer Klinik. Seit dieser Zeit bin ich auf dem Weg zu dem, der ich sein soll und der ich werden will.

Die Achterbahn ins Chaos wird mein gefesselter Körper vielleicht nicht überstehen – meine freie Seele aber wird leben – so oder so!

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Kategorien:Gedanken
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