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Manchmal muß man weg, um wieder anzukommen

… ich bin wieder da.

Soldatengesetz
§ 9 Eid und feierliches Gelöbnis
(1) Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit haben folgenden Diensteid zu leisten:
„Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“
Der Eid kann auch ohne die Worte „so wahr mir Gott helfe“ geleistet werden. Gestattet ein Bundesgesetz den Mitgliedern einer Religionsgesellschaft, an Stelle der Worte „ich schwöre“ andere Beteuerungsformeln zu gebrauchen, so kann das Mitglied einer solchen Religionsgesellschaft diese Beteuerungsformel sprechen.
(2) Soldaten, die nach Maßgabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leisten, bekennen sich zu ihren Pflichten durch das folgende feierliche Gelöbnis:
„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

Nach dem Wortlaut des obigen Paragraphen könnte ein Einsatz der Bundeswehr im Innern angezeigt sein.  Im ganzen Innern? Nein, nur in Berlin – im Regierungsviertel. Diese Sätze könnte man – fast – ernst meinen, weil ja die Rechtsbrüche und die Freiheitsbeschneidung des deutschen Volkes durch die Regierung bekannt sind.

[…]und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen[…] – gegen wen? Bestimmt nicht gegen Afghanen am Hindukusch. Wenn man nicht wüßte, daß Armeen oft dazu neigen, Diktaturen zu installieren…..

Wie tief muß der Frust sitzen, muß die Zukunft ängstigen, um solche Gedanken zu denken? Wie groß muß die Verachtung, die Wut sein, um aus dem allem ein positives Ergebnis erhoffen zu wagen? Unsere Regierung schickt unsere Söhne und Töchter in einen sinnlosen und völkerrechtlich verbotenen Krieg. Es ist ihr egal, ob Deutsche und/oder Afghanen sterben. Es ist ihr egal, daß die Mehrheit des Volkes gegen diesen Krieg ist. Es ist ihr gleichgültig, daß damit erst der Terror in Deutschland möglich werden kann.

Diese Regierung schert sich einen Dreck um das Wohlergehen ihres Volkes, ihres Landes. Menschen sind Nummern, Kapital der Wirtschaft; aber Soldaten sind die Trümpfe in einem dreckigen, nicht gewinnbaren Spiel. Am Ende werden die Trümpfe gestochen – und zurück bleibt der Tod. Mal hier, mal dort – wie das Blatt gerade gemischt wurde. Väter zeugen, Mütter gebären und Eltern ziehen ihre Kinder groß – nur, um sie irgendwann in Einzelteilen zurückzubekommen?! Für nichts und wieder nichts! Rohstoffe, Geld, Macht und „Ansehen“ sind nichts gegen das Leben nur eines einzigen Menschen – ob Deutscher oder Afghane.

Daß Armeen nötig sind, ist für mich unbestritten; aber nur, um das eigene Volk zu schützen. Nicht, um andere Völker anzugreifen und auszuplündern. „Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen“ – auch dann nicht, wenn Amerika das fordert. Erst recht nicht, wenn man „Wer“ sein will in der Welt. Wer will denn „Wer“ sein? Die einfache Frau, der einfache Mann oder gar das kleine Kind – dessen Vater oder Mutter Deutschlands Ehre bis zum Tod in Afghanistan verteidigt haben?!

Niemals dachte ich daran, in einem Land leben zu müssen, dessen ich mich einmal schämen würde. Nie kam mir in den Sinn, Unrecht zu akzeptieren, nur um Macht zu ermöglichen. Wir sind alle keine Engel. Wir sind Menschen mit Fehlern; aber wir dürfen nicht zulassen, daß uns Teufel regieren.

[…]Bilden wir eine geistige Strömung aus jeder einzelnen Gedankenquelle dieser Republik. Hängen wir die Weissen Flaggen aus den Fenstern. Zeigen wir Flagge in den Fahrzeugen, Büros, stets ohne Beschädigung an Gebäuden befestigt, vielleicht nur auf der Größe eines Din A4 Blattes. Kleine Anstecker oder Plaketten können folgen, der Weisse Schal noch ein, zwei Monate zum langen Winter passen, doch danach folgt der Frühling und das Weisse Tuch. Stören wir in den Flaggen, Fahnen und Flächen das Weiss nicht durch weitere Zeichen oder Symbolik. Es steht für sich selbst.

Viele kennen diese alte Geschichte: Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“

Zeigen wir nun im 21.Jahrhundert den Mächten dieser Welt, dass wir nicht mehr Teil eines Imperiums, sondern das Volk einer freien und souveränen Republik sind, unabhängig und selbstbewusst gegenüber jedweder anderen Macht.

Gehen wir in den Frühling einer neuen Zeit. Bilden wir eine Weisse Strömung, die den Krieg hinweg spült und unsere Soldaten nach Hause trägt.

Allez, les enfants de la Republique!

Dieser Aufruf unterliegt keiner Urheberschaft und kann von jedem verbreitet oder gekürzt veröffentlicht werden, solange er nicht verfälscht wird.

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Kategorien:Gedanken Schlagwörter: ,
  1. 06/03/2010 um 17:16

    „Daß Armeen nötig sind, ist für mich unbestritten; aber nur, um das eigene Volk zu schützen.“ Den Satz solltest Du wirklich noch einmal überdenken.

    • 06/03/2010 um 21:29

      Diesen Satz habe ich mir wirklich gut überlegt; aber wir sind einfach noch nicht so weit, gegenseitig (bedingungslos) zu vertrauen – und ob wir das je erreichen können – ich weiß es nicht.

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