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Auch das noch

Das hat ja gerade noch gefehlt! Saarmaika ist (so gut wie) da! Grüne und Schwarze können nur zu einem kleinsten gemeinsamen Nenner zusammenfinden. Die Dummen werden wieder einmal die sein, die Veränderung wollten und doch nur Aufgewärmtes erhalten. Mit Schwarz/Gelb/Grün wird das Saarland seinen Platz unter den Verlierern tapfer verteidigen und der Regierungskoaltition von CDU/CSU und FDP im Bundesrat einen Durchmarsch der Gesetze ermöglichen.

Ganz abgesehen davon, wird die soziale Kälte zunehmen. Wer die Kasper der Saar-FDP und die Versager der Saar-CDU schon kennt, der wird jetzt eben auch die Saar-Grünen Charakternieten kennenlernen. Daß eine Rot-Rot-Grüne Regierung an der Saar gegen die Diktatur der Neoliberalen im Bund zu einem Zeichen eines Neuanfangs hätte werden können, hat wieder einmal die Unvernunft verhindert.

Man kann von Oskar Lafontaine halten was man will, man kann ihn mögen oder nicht; aber man kann ihm nicht vorwerfen, charakterlos oder machtgeil zu sein. Daß er ein kluger Kopf ist, hat er schon sehr oft bewiesen. Daß er ökonomischen Sachverstand und ein Gespür für das Kommende hat, hat er ebenfalls zur Genüge unter Beweis gestellt. Was will man eigentlich von ihm? Will man, daß er gegen seine Überzeugung und gegen die Mehrheit der Bevölkerung agiert? Ist man sauer auf ihn, weil man sein Potential kennt und er es ihnen nicht zur Verfügung stellt? Oder hat man einfach nur Angst vor ihm? Angst, daß er es doch noch schaffen könnte, das Volk über das wahre Bestreben der Finazhaie, der Wirtschaft und der Schwarz/Gelben Politkasper aufzuklären? Ja, es ist die Angst der Herrschenden, ihre Macht und ihren Einfluß zu verlieren und ihrer Gier nicht mehr frönen zu können! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Es kommt die Zeit, wo unterdrückte Menschen ihre Stärke erkennen und ihre legitimen Rechte einfordern.

Macht in der Politik ist ein Spiel, dessen Ausgang für viele tödlich sein kann. Siehe Kriege, siehe Hunger. Die Einschränkung der Freiheit jedes Einzelnen macht das Leben, wiederum für viele, zu einem Kampf gegen eigene Wut und Ohnmacht, zu einer Gratwanderung zwischen Dulden und Aufbegehren. Der Wunsch der Saarländer, eine Rot-Rot-Grüne Regierung an der Saar zu ermöglichen, hat das Ergebnis der Landtagswahl eindeutig gezeigt. Die Hoffnung auf einen Wechsel wurde enttäuscht. Die Hoffnung auf Besserung wird erst garnicht mehr aufkommen. Bleibt nur noch die Hoffnung, daß die, erst noch einsetzende, wirkliche Krise, den Menschen den entscheidenden Impuls zum Handeln bringt. Die Zeit ist längst überfällig.

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Kategorien:Politik
  1. fragmentjunkie
    12/10/2009 um 09:28

    Lafontaine hat nun mal einen gewissen Ruf. Den wird man nicht einfach so los. Er ist auch ein Populist.
    Deswegen wird er unter anderem gefürchtet.

    • 12/10/2009 um 12:49

      Lafontaine ist ein Realist mit Visionen – des Möglichen. Ihm Populismus zu unterstellen, ist die effektivste Möglichkeit, ihn unglaubwürdig erscheinen zu lassen.

      Man muß ihn nicht lieben aber man sollte ihn auch nicht hassen; denn beides wird ihm nicht gerecht und trübt nur den Blick auf das Wesentliche.

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