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Was ist aus dir geworden – Berlin?

…Es gebe auch das Problem, „dass 40 Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden“, und sie füllten die Schulen und die Klassen. Zudem gebe es in Berlin stärker als anderswo das Problem „einer am normalen Wirtschaftskreislauf nicht teilnehmenden Unterschicht“, meinte Sarrazin. „Wir müssen in der Familienpolitik völlig umstellen: weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht.“

Sarrazin, der im Mai vom Berliner Senat in den Vorstand der Bundesbank in Frankfurt wechselte, plädierte auch für eine Änderung bei der Wirtschaftsansiedlung: „Die Medien sind orientiert auf die soziale Problematik, aber türkische Wärmestuben können die Stadt nicht vorantreiben“, meinte der Berliner Ex-Senator. „Ich würde einen völlig anderen Ton anschlagen und sagen: Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen.“

Rechts, rechter, Sarrazin! Auch BILDlich paßt der Vergleich. Den Schnäuzer etwas gestutzt und schwarz eingefärbt und schon wiederholt sich Geschichte. Nur an der Rhetorik müssen wir noch etwas arbeiten.

Dieser aufgestrebte Bundesbankvorstand aus Hauptstädtischen SPD Kreisen, dieser Ex-Finanzsenator schießt mal wieder; und mal wieder ganz offiziell gegen die, nicht offiziell existierende, Unterschicht und gegen Ausländer. Unter dem Deckmantel fehlenden Intellekts der Hauptstadt, die in ihren politischen Strömungen nicht elitär, sondern plebejisch und kleinbürgerlich aufgestellt sei, nutzt er die Gelegenheit zu einem Tiefschlag vordergründig gegen die, die hauptsächlich durch die Schrödersche Politik dahin gekommen sind, wo sie heute sind.

Die Hartz Gesetze und vor allem die Bildungspolitik der letzten Jahre sind verantwortlich dafür, daß Menschen aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Sie hatten schlicht nicht die Möglichkeit, ihre Kinder optimal zu fördern. Die Politik handelt bei Hartz-Empfängern nach dem Prinzip: Existieren oder lernen – beides zusammen ist der Unterschicht nicht möglich.

Ein Lafontaine ist eben kein Sarrazin! Als Lafontaine die Fremdarbeiter thematisierte ging ein Aufschrei durch die Presse. Sarrazin darf hetzen und verunglimpfen und die Presse findet das in Ordnung.

Frei nach Uderzo und Goscinny sage ich: „Stopft ihm doch endlich das Maul!“

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Kategorien:Politik Schlagwörter:
  1. bojenberg
    02/10/2009 um 10:57

    hoffen wir mal, das die alte tante es irgendwann schafft, diese faschisten und marktradikalen los zu werden. nichts gegen die spd als volkspartei, aber diese extrmisten haben in ihr nix zu suchen! dann trete ich auch sofort wieder ein!

  2. horst
    04/10/2009 um 06:59

    Schon vergessen? Als der S P D -Genosse Gerhard Schröder wiedergewählt werden wollte, rief er den Journalisten zu,
    dass alle kriminellen Ausländer rauszufliegen hätten, und zwar sofort…. Damals musste „die Mitte“ gewonnen werden und es regte sich keinerlei Protest in der SPD.
    Merke: eine Partei, die in 24 Std. plötzlich „links“ wird, kann ebensoschnell wieder rechts werden…

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